Sie sind hier: Bürgerservice  >  Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen


Die Grundschule Atzelgift-Streithausen gewinnt in diesem Jahr den Lesesommer-Wanderpokal

Dem Aufruf der Stadtbücherei Werner A. Güth in Hachenburg als Klassenverband beim Lesesommer teilzunehmen, um den Lesesommer-Wanderpokal zu gewinnen, folgten insgesamt 14 Schulklassen der Verbandsgemeinde Hachenburg. Alle teilnehmenden Klassen fieberten dem Ende des Lesesommers entgegen, um zu erfahren, welche Klasse in diesem Jahr den gefüllten Pokal bekommt. Die Überraschung und Freude war bei den Schülern der Grundschule Atzelgift-Streithausen riesig, als sich herausstellte, dass die 2. Klasse (vor den Ferien Klasse 1) mit insgesamt 67% erfolgreicher Beteiligung gesiegt hat.

Alle Schulklassen 1 bis 4 in der Verbandsgemeinde Hachenburg erhielten auch in diesem Jahr wieder eine Einladung der Bibliothek, sich am diesjährigen Lesesommer als Schulklasse für den Lesesommer-Wanderpokal zur bewerben. Ziel des Wettbewerbs war es, dass möglichst viele Schüler und Schülerinnen einer Klasse als erfolgreiche Teilnehmer am Lesesommer teilnehmen.

Am 14. September war es dann soweit. Alle Schüler der zweiten Klasse einschließlich der Klassenlehrerin Frau Süß besuchten morgens die Bücherei, um dort ihren Lesesommerpokal in Empfang zu nehmen. Büchereimitarbeiterin Tanja Wolf überreichte den Pokal feierlich. Als der Deckel des Pokals von der Klassenlehrerin gelüftet wurde, strahlten alle Gesichter und ein „Oh“ und „Lecker“ war von allen Seiten zu hören.
Die Grundschüler waren sich schnell einig, dass der erst einmal von Tisch zu Tisch wandern soll und im Anschluss einen Ehrenplatz in der Klasse bekommt. Stolz berichteten die Schüler darüber, dass sie bereits zuvor einen Pokal beim Löwenlauf gewonnen haben.


Illegale Abfallentsorgungen

Leider musste die Stadtverwaltung Hachenburg in jüngster Vergangenheit feststellen, dass im Stadteingangsbereich verschiedene Stellen regelmäßig stark vermüllt sind. Dies wird leider im Wesentlichen von ortsansässigen Gastronomiebetrieben und Einzelhändlern verursacht. Auch wird der Müll häufig von Kunden dieser Firmen achtlos entsorgt. Diesbezüglich wurde Rücksprache mit der Umweltbehörde der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises in Montabaur genommen.

Mit dieser Vorgehensweise wird gegen folgende Vorschriften verstoßen:

Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG) vom 24.02.2012 zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 9 des Gesetzes vom 20.07.2017 (BGBl. I S. 2808)

  • § 28 Abs. 1 (ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen)
  • § 69 Abs. 1 (Bußgeldvorschrift)

Satzung über die Vermeidung, Verwertung und sonstige Entsorgung von Abfällen im Westerwaldkreis (AbfWS)

  • § 10 (Anschluss- und Benutzungszwang)
  • § 30 Abs. 1 Nr. 3 (Bußgeldvorschrift)

Nach Auskunft der Umweltbehörde des Westerwaldkreises erfüllt das widerrechtliche Ablagern von Abfällen den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Die Stadtverwaltung Hachenburg fordert daher die jeweiligen Personen auf, entstehende Abfälle im Sinne einer sauberen Umwelt der ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen.


Mitmachen beim Kinder-Leseclub der Stadtbücherei Hachenburg – Teilnahme nur mit Anmeldung!

Der Kinder-Leseclub der Stadtbücherei Werner A. Güth Hachenburg startet in die neue Leseclubsaison. Grundschulkinder der Klassen 1 bis 4 treffen sich einmal im Monat.

 

Folgende Termine stehen für die Leseclub-Treffen fest:

29. September, 27. Oktober, 24. November, 26. Januar, 23. Februar,  30. März,

27. April, 25. Mai, 29.Juni.

 

Aus der Bücherreihe „Frag doch mal die Maus“ wird im Leseclubjahr 2020/21 vorgelesen. Viele komplexe und knifflige Fragen zu verschiedenen Themen werden in Text und Bild spielerisch und kindgerecht erklärt. Darüber hinaus können die Kinder mit ihrem vorhandenen Wissen die Beiträge und Antworten im Buch ergänzen. Abgerundet wird das Vorleseprogramm mit einem Quiz.

 

Veränderungen:

Es gibt pro Leseclubtermin zwei Veranstaltungen.

Die erste Gruppe trifft sich um 16.00 Uhr vor dem Eingang des Vogtshofes. Das Treffen endet um 16.30 Uhr.

Die zweite Gruppe trifft sich um 16.45 Uhr vor dem Eingang des Vogtshofes. Das Treffen endet um 17.15 Uhr.

Die Teilnehmer beider Gruppen werden dazu eingeladen, zu Hause ein Bild zum Thema zu malen. Sobald die „Kunstwerke“ in die Bücherei gebracht werden, bekommen diese im Kinder-Jugendbereich einen Ausstellungsplatz.

 

Ab Dienstag, 22. September, können Eltern ihre Kinder zum ersten Leseclubtreffen anmelden. Es gibt eine begrenzte Teilnehmerzahl und keine Warteliste. Bei Teilnahmebestätigung von Seiten der Büchereimitarbeiterinnen erhalten die Kinder einen Leseclubausweis, der zur Veranstaltung mitgebracht werden muss.

 

Geltende Abstands- und Hygieneregeln finden selbstverständlich Anwendung. Weitere Informationen erhalten alle Eltern bei der Anmeldung.


Bernd Brunner liest: Die Erfindung des Nordens

Achtung ! geänderter Veranstaltungsort


Lesesommer endet mit neuem Teilnehmerrekord

Buchgutscheine für alle fleißigen Leser

Zum 13. Lesesommer Rheinland-Pfalz hatten sich in der Stadtbücherei Hachenburg im Pandemiejahr 297 Kinder angemeldet. So viele wie noch nie zuvor, konnte Büchereileiterin Delya Gorges stolz zu Beginn der Ausgabe der Urkunden und Preise verkünden. Die Teilnehmer mussten in den neun Wochen, die die Aktion lief, mindestens drei Bücher lesen und bewerten.

 

Insgesamt 227 der angemeldeten Teilnehmer, ebenfalls neuer Rekord, erfüllten diese Vorgabe und können sich nun über eine Urkunde und einen Buchgutschein über zehn Euro freuen. Dieser kann bis zum Jahresende in einer der beiden Hachenburger Buchhandlungen eingelöst werden. Bereitgestellt haben die Gutscheine je zur Hälfte die Stadt und die Verbandsgemeinde Hachenburg. Stadtbürgermeister Stefan Leukel und die Erste VG-Beigeordente Gabriele Greis ließen es sich nicht nehmen, die ersten Urkunden selbst an die jungen „Leseratten“ zu überreichen. Lesemotivation zu unterstützen sei Ihnen ein besonderes Anliegen und nebenbei fördere man den Hachenburger Einzelhandel, betonen beide. Für das Büchereiteam war es eine Herzensangelegenheit die Sommerferienaktion durchzuführen, wo für die Kinder in diesem Sommer viele andere Freizeitaktivitäten ausfallen mussten.

 

Durch insgesamt 192.421 Seiten schmökerten sich die Lesesommerteilnehmer. Besonders gefragte Lektüren waren in diesem Lesesommer Minecraft-Romane, vor allem bei Jungs. Sachbücher aus der Reihe „Was-ist-Was Erstes Lesen“ entpuppten sich als Renner bei den Erstlesern. Des Weiteren erfreuten sich verschiedene Serien größter Beliebtheit, unter anderem „Die Schule der magischen Tiere“ und „Lotta-Leben“. Dauerrenner seit vielen Jahren sind die Serien „Die drei Fragezeichen“ und „Die drei Ausrufezeichen“.

 

Die Interviews zu den gelesenen Büchern durch ehrenamtliche Helfer ersetzte in diesem Jahr wegen der Corona-Regeln ein schriftlicher Büchercheck, alternativ ein gemaltes Bild zum Buch. Besonders freuten sich die Kinder darüber, dass einige der vielen Kunstwerke in der Bücherei ausgestellt waren. Darüber hinaus wurde für jedes gelesene Buch von den Teilnehmern eine Bewertungskarte ausgefüllt, die automatisch als Los an dem landesweiten Gewinnspiel mit attraktiven Preisen teilnimmt. Die Verlosung findet am Freitag, 25. September statt.

 

Gespannt sein durfte man auch in diesem Jahr wieder, welche Klasse den Lesesommer-Wanderpokal der Stadtbücherei Hachenburg im Schuljahr 2020/21 ihr Eigen nennen darf. Eindeutig die Nase vorn hat die Klasse 2 der Grundschule Atzelgift-Streithausen, wo sich 67 % der Schüler, nämlich 12 von 18, erfolgreich am Lesesommer beteiligt haben. Insgesamt 14 Klassen waren in diesem Jahr zum Klassenwettbewerb angemeldet.


Im Parkhaus am Alexanderring können Besucher der Innenstadt in Zukunft kostenfrei Parken

Seit Anfang dieses Monates haben Besucher der Innenstadt die Möglichkeit, im Parkhaus am Alexanderring kostenfrei zu parken. Diese Option steht zunächst nur Kunden von Werbering-Mitgliedern zur Verfügung, soll jedoch bald auch auf andere Gewerbetreibende und Interessenten in der Innenstadt ausgeweitet werden.

Das QR-Code basierte System funktioniert wie folgt: Nach dem Einkauf in der Stadt können Kunden ihr Parkticket bei teilnehmenden Geschäften und Restaurants vorzeigen. Anschließend bekommen Sie vom Händler einen Gutschein mit einem QR-Code ausgehändigt, welchen Sie beim Bezahlvorgang einlösen können. Der Gutscheinwert wird dementsprechend vom Parkpreis abgezogen. Das Einlösen mehrerer Coupons ist ebenfalls möglich. Die teilnehmenden Mitglieder sind durch die auffällig roten Aufkleber im Schaufenster gut erkennbar.

Die Initiative soll dem lokalen Einzelhandel helfen, die Kaufkraft zu stärken und den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt in der Innenstadt ermöglichen. Auch wenn die Coupons vorerst ausschließlich im Parkhaus am Alexanderring eingelöst werden können, wird derzeit an einer Ausweitung des Systems auf die weiteren Parkflächen in der Innenstadt gearbeitet.

Übrigens, wussten Sie schon, dass man den Alten Markt in weniger als zwei Gehminuten vom Parkhaus am Alexanderring erreichen kann? Überzeugen Sie sich selbst bei einem gemütlichen Stadtbummel in unserer traditionsreichen Löwenstadt.


Öffentliche Bekanntmachung Friedhof am Steinweg

Einebnen, bzw. Nachkauf von Grabstätten auf dem Friedhof Steinweg

Das Grab ist ein wichtiger Erinnerungsort für die Hinterbliebenen. Doch mit Ablauf der Ruhezeit läuft auch das Nutzungsrecht für eine Grabstätte aus. Nach Ablauf dieser Ruhezeit bietet die Stadt Hachenburg zwei Möglichkeiten für Wahlgräber an. Entweder lassen die Angehörigen ihr Nutzungsrecht erneuern oder das Grab wird aufgelöst. Bei einer Grabauflösung wird die Ruhestätte durch die Angehörigen oder durch ein durch sie beauftragtes Unternehmen abgeräumt und eingeebnet.

Handelt es sich um ein Reihengrab besteht keine Möglichkeit der Verlängerung, sondern es muss eine Abräumung und Einebnung erfolgen.

Der Nutzungsberechtigte wird gebeten, das auf dem Grab befindliche Grabmal, Einfassung und Einfriedung innerhalb von 3 Monaten zu entfernen, da sie sonst durch die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Nutzungsberechtigten beseitigt werden und in das Eigentum der Stadt Hachenburg übergehen.

Bei nachstehenden aufgeführten Grabstätten ist das Nutzungsrecht abgelaufen. Da die Adressen der Nutzungsberechtigten selbst unbekannt bzw. nicht mehr zu ermitteln (evtl. verstorben) sind, wird gemäß § 24 der gültigen Friedhofssatzung der Stadt Hachenburg bekannt gemacht, dass diese Gräber eingeebnet werden, falls sie nicht innerhalb von 3 Monaten entsprechend der satzungsgemäßen Bestimmungen angelegt und ein gärtnerisch gepflegtes Bild bieten.
 

Sektion

Grabnummer

7

9

7

45

7

48

7

57

10

31

11

51


Sollten noch Fragen offen bleiben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

 

Stadtverwaltung Hachenburg

Perlengasse 2

57627 Hachenburg

Tel.: 02662/ 958341

k.henrich@hachenburg.de


Neues Lernmedienangebot für Kindertagesstätten und Grundschulen in der Hachenburger Stadtbücherei

Durch die Kooperation mit dem Verein Robotik-Medien-Spielmobil können Kindertagesstätten und Grundschulen in der Verbandsgemeinde Hachenburg ab sofort auf ein äußerst attraktives Angebot der Stadtbücherei Werner A. Güth zugreifen. Büchereileiterin Delya Gorges und die Vorsitzende des Vereins, Michaela Weiß stellten das Projekt im Vogtshof vor. Bei den neuen digitalen Lernmedien geht es darum, eigene Medieninhalte zu produzieren anstatt Vorgedachtes zu konsumieren und dabei durch aktives Tun und bewusstes Erleben lernen, erläutert Michaela Weiß.

 

Da gibt es zum einen den kleinen Lernroboter „Cubetto“ zu entdecken. Ein kleiner Holzwürfel, mit dessen Hilfe Kinder im Alter ab 3 Jahren spielerisch an die ersten Schritte der Programmierung herangeführt werden können. Ganz ohne Bildschirm und Tablet werden hier mithilfe einer elektronischen Holztafel über Pfeilblöcke die Wege des kleinen Roboters geplant und durchgeführt und ganz nebenbei die sprachlich-kommunikative Kompetenz gefördert.

 

Ganz kreativ geht es weiter mit dem Angebot des Stop-Motion-Trickfilmtisches aus einer einfachen Holzkonstruktion. Hiermit können über das beigefügte Tablet und der passenden App schöne und phantasievolle Trickfilme oder auch Legetrickfilme erstellt werden. Dieses Angebot ist für Kinder ab 3 Jahren eine tolle Möglichkeit hinter die Kulissen des Trickfilms zu blicken und eigene Medieninhalte zu produzieren.

 

Der futuristisch anmutende Roboter „Dash“ rundet das Programm ab. Der schnelle blaue Roboter flitzt durch die Räume und kann z.B. Linien und Personen mit Hilfe von Sensoren erkennen. Kinder ab dem Vorschulalter können mit ihm durch spielerisches programmieren lernen Probleme effektiv und kreativ zu lösen. Sie entwickeln dabei auch das Verständnis darüber, wie ein Computer funktioniert und erlernen die Art des Denkens, die bei der Programmierung notwendig ist.

 

Stadtbürgermeister Stefan Leukel und Büchereileiterin Delya Gorges freuen sich, dass Sie mit der Kooperation das Angebot der Stadtbücherei an digitalem Lernmaterial erweitern können. Bei Interesse setzen sich die Kindertagesstätten und Grundschulen der Verbandsgemeinde Hachenburg für die kostenfreie Ausleihe mit dem Team der Stadtbücherei in Verbindung. Die Ausleihfrist beträgt 14 Tage und kann verlängert werden, sofern die Medienbox nicht von einer anderen Einrichtung vorbestellt ist. Während die Stadtbücherei die Ausleihe koordiniert, steht der Verein Robotik-Medien-Spielmobil für den technischen Support bei Problemen in der Nutzung bereit.

 

Die neue Offerte zeigt, dass die Stadtbücherei auch als Medienzentrum für Kitas und Schulen weiter an Bedeutung gewinnt. Schon lange beliefert die Stadtbücherei Institutionen mit Bücherkisten zu bestimmten Themen. Dieses Angebot wird vor allem von Kindertagesstätten und Grundschulen wahrgenommen. Die weiterführenden Schulen haben darüber hinaus die Möglichkeit vier spezielle Medienkisten mit Lernmaterialien für mehr Lernspaß im Unterricht zu bestellen. Diese wurden vor zwei Jahren im Rahmen einer Kooperation von dem Lions Club Bad Marienberg finanziert. Im April dieses Jahres ist ein weiterer Service für Schüler hinzugekommen. Über die Plattform Munzinger Online stellt die Stadtbücherei einen Onlinezugriff von zu Hause aus auf die Buchpakete DUDEN Sprachwissen und DUDEN Basiswissen Schule zur Verfügung. Zur Nutzung benötigt man lediglich einen kostenlosen Bibliotheksausweis.

 

Weitere Informationen:

Stadtbücherei Werner A.Güth: 02662  93 94 51, stadtbuecherei@hachenburg.de

Verein Robotik- Medien-Spielmobil: 02662  307 00 33, hallo@medienspielmobil.de


Hachenburger Kinderhaus verabschiedet 25 Vorschulkinder bei Picknick im Burggarten

Am Mittwoch, den 12.08.2020 verabschiedete das Hachenburger Kinderhaus 25 Vorschulkinder bei einem Abschiedspicknick im Burggarten.   
Trotz der kleinen Hürde – Hygienevorgaben zu COVID-19 – standen auch dieses Mal die Wünsche der Vorschulkinder im Fokus der Planung. Das Planungsteam aus allen Vorschulkindern und vier Erzieherinnen organisierte und setzte gemeinsam um.  Die Köpfe rauchten und dann kam die zündende Idee einer Erzieherin: „Die Picknickkonzerte der Hachenburger Kulturzeit sind immer so schön“. Nach Rücksprache mit den Kulturzeit- Kolleg*innen, einer kleinen Terminverschiebung und der Unterstützung des Bauhofes der Stadt Hachenburg konnte es losgehen. Die Veranstaltung startete mit einem Begrüßungslied und einem afrikanischen Lied, unterstützt vom Musikpädagogen Daniel Diestelkamp (Kunsthaus Wäldchen) und Begrüßungsworten von Claudius Börgerding, dem Leiter des Kinderhauses:

„Mit einem lachendem und einem weinenden Auge treffen wir uns heute hier im Burggarten. Ein bedeutsamer Lebensabschnitt liegt hinter Euch und ab nächste Woche steht ein genauso aufregender und spannender vor Euch. Danke sagen wir Euch und Euren Eltern/Familien für die gemeinsame Zeit und Euer Vertrauen. Wir werden Euch vermissen und freuen uns schon jetzt, bei einem Wiedersehen Geschichten aus Eurem Leben zu erfahren.“
Detlef Nink, Beigeordneter der Stadt Hachenburg, bedankte sich bei den Eltern und den Erzieherinnen für die gemeinsam geleistete Arbeit zum Wohle unserer Kinder und wünschte allen einen guten Start in der Schule.

Nach einem Mitmach-Tanz-Song auf den Picknickdecken, fand der offizielle Teil – witterungsbedingt einen doch recht schnellen Abschluss - im gemeinsamen Singen des Liedes „Ich bin schon groß!“ und Steigenlassen von bunten Bio-Luftballons.


Detlef Nink als Ortsvorstehers im Stadtteil Altstadt gewählt

Nachdem sich bis zum Stichtag 20.07.2020 keine Bewerberin/kein Bewerber um die Nachfolge von Anne Nink im Amt der Ortsvorsteherin gemeldet hat, wurde gemäß den Bestimmungen aus den      §§ 70 und 53 GemO in einer öffentlichen Ortsbeiratssitzung am 30.07.2020 im Saal des Gasthauses „Zum Stern“ eine Wahl durch den Ortsbeirat für die Besetzung des Amtes durchgeführt. 

Aus dem Rat wurde Detlef Nink als Kandidat für das Amt des Ortsvorstehers vorgeschlagen und in geheimer Wahl mit 6 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme gewählt. Durch den Bürgermeister der Stadt Hachenburg, Stefan Leukel erfolgte im Anschluss Vereidigung, Amtseinführung und Überreichung der Ernennungsurkunde. Detlef Nink übernimmt ab sofort das Amt als Ortsvorsteher im Hachenburger Stadtteil Altstadt, nachdem Anne Nink am 09.03.2020 aus gesundheitlichen Gründen ihre Ämter in Stadt, Verbandsgemeinde und dem Ortsteil Altstadt niedergelegt hat. In einer kurzen Ansprache dankte Detlef Nink dem Ortsbeirat für die Wahl und das entgegengebrachte Vertrauen. Gleichzeitig übermittelte er Grüße der bisherigen Ortsvorsteherin Anne Nink mit gleichzeitigem Bedauern, dass sie ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter ausüben kann.

Der Ortsvorsteher ist für Fragen und Anliegen in Bezug auf den Ortsteil Altstadt unter der Telefonnummer 02662/4413 oder per E-Mail unter „altstadt@hachenburg.de“ erreichbar.


Unter dem Motto „Viele schaffen Mehr“ suchen wir Ihre Unterstützung!

Wie von den städtischen Gremien beschlossen, wurde der städtische Finanzierungsanteil für die Baukosten der Pumptrack-Anlage auf 130.000 Euro begrenzt. Die weiteren benötigten Finanzierungsgelder sollen über Drittmittel eingeholt werden. So soll zum Beispiel ein Teil des Geldes über eine Crowdfunding-Aktion gesammelt werden, um eine zeitnahe Realisierung bis spätestens 2021 zu ermöglichen.
 

Aus diesem Anlass ruft die Stadt auch Sie auf, das Projekt tatkräftig zu unterstützen! Gespendet werden kann über die Crowdfunding-Plattform der Westerwald Bank unter https://westerwaldbank.viele-schaffen-mehr.de/pumptrack-fuer-hachenburg.
 

Dabei wird jede Erst-Spende ab einer Spendenhöhe von 5 Euro durch das Co-Funding der Westerwald Bank mit 10 Euro unterstützt. Die Spender werden jeweils anhand ihrer E-Mail-Adresse verifiziert.
 

Mit dem „manuellen Spendenformular“, welches Sie bei der Stadtverwaltung erhalten, können auch Mitbürgerinnen und Mitbürger spenden, die sich nicht über die Plattform registrieren lassen wollen. Sofern eine Spenderin oder ein Spender über diesen Weg unser Projekt unterstützt, kann das ausgefüllte Formular anschließend ebenfalls gerne bei der Stadtverwaltung abgegeben werden. Bei der Überweisung muss dann unbedingt die Projekt-ID 14387 und der Name der jeweiligen Spenderin / des jeweiligen Spenders angegeben werden.

Ein Pumptrack bietet Spaß für Groß und Klein. Über 15 Sportarten, vom Mountainbike und BMX, übers Laufrad, Skateboard und Scooter, bis hin zum Rollstuhlfahrer, kommen auf der asphaltierten Strecke auf ihre Kosten. Das Projekt ist auf die Initiative zahlreicher Kinder und Jugendlicher zurückzuführen, die mit einer Sammlung von über 800 Unterschriften bereits großes Engagement gezeigt haben. Die Anlage würde dabei nicht nur das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren erweitern, auch die Kleinsten Fahrradfahrer könnten bereits ihr Gleichgewicht und Fahrsicherheit auf der Strecke üben. Zusätzlich würde eine Pumptrack-Anlage ein Alleinstellungmerkmal im gesamten Westerwaldkreis darstellen und die Attraktivität der Stadt als beliebtes Ausflugsziel fördern.

Das angesetzte Finanzierungsziel stellt lediglich ein Teilziel des Vorhabens dar. Sämtliche zusätzlichen Einnahmen über dem Finanzierungsziel fließen ebenfalls zu 100% in das Projekt und werden beispielsweiße für die Herstellung der Grünanlagen und zur Anlage von Sitzgelegenheiten verwendet.
 

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung! Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Start des 2. Bauabschnittes des Kinderspielplatzes am Rothenberg

In der nächsten Woche beginnen die vorbereitenden Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt des Kinderspielplatzes am Rothenberg. Im ersten Abschnitt wurden hauptsächlich Spielelemente für Kleinkinder hergestellt. Nun sollen im zweiten Bauabschnitt Spielelemente auch für größere Kinder entstehen. Dafür sind insbesondere ein großes Klettergerüst mit mehreren Ebenen, verschiedene Sandspielgeräte, eine Gehölzversteckinsel und ein Sitzkarussell vorgesehen. Darüber hinaus wird auch ein Holzsteg über den Außenbereichsgraben gebaut. Die Bauzeit beträgt etwa drei Monate, so dass der zweite Abschnitt voraussichtlich im Herbst an die Kinder übergeben werden kann.

Im Vorfeld müssen noch ein paar Gehölze gerodet werden, um den geforderten Sicherheitsfallbereich für die Spielgeräte zu gewährleisten. Dazu wurden artenschutzrechtliche Untersuchungen durchgeführt und die Rodungsarbeiten durch die Obere Naturschutzbehörde genehmigt.


Stadt Hachenburg begrüßt Timea Zimmer als Citymanagerin

"Die einzige Möglichkeit die Zukunft vorherzusagen, ist sie zu gestalten“ – Willy Brandt

Unter diesem Motto möchte ich mich Ihnen als neue Citymanagerin unserer Stadt Hachenburg vorstellen.

Hachenburg ist eine lebendige, aufstrebende Stadt. Um dieses Potential weiter auszubauen, bin ich als Ihre Citymanagerin zuständig für die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Stadtentwicklung. Insbesondere liegt mir die Belebung der Innenstadt, die zukünftige Nutzung von Leerständen, aber auch Weiterentwicklung der Digitalisierung, hin zur Smart City als Vision der nahen Zukunft, am Herzen.

Mit unseren Partnern wie Einzelhandel, dem Werbering, der Verbandsgemeinde und Weiteren werden wir die Stadt als Gewerbestandort und attraktives Mittelzentrum für den Bürger weiterentwickeln. Hierzu stehe ich Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Oberstes Ziel dabei ist es stets, die Attraktivität unserer Heimatstadt zu bewahren und zu stärken!

Meine Kindheit verbrachte ich hier im Westerwald und ging in Marienstatt zur Schule. Nach meinem Dualen Studium in Freiburg zog es mich beruflich nach China, wo ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln dürfte. Anschließend absolvierte ich meinen Master in München.

Als echte Westerwälderin hatte ich mein Herz jedoch stets in der Heimat. In meiner Freizeit genieße ich unsere wunderschöne Natur beim Fahrradfahren und Wandern, Koche und Backe leidenschaftlich gerne oder versuche mir das Nähen beizubringen.
 

Ich freue mich auf eine spannende Zukunft in Hachenburg!
 

Mit lieben Grüßen,
 

Timea Zimmer
Citymanagerin der Stadt Hachenburg
Stadtverwaltung Hachenburg
Perlengasse 2
57627 Hachenburg

 

Mobil:   +49 151 5571 5841

E-Mail:  t.zimmer@hachenburg.de


Bau des Pumptracks soll spätestens im Jahr 2021 erfolgen

Nachdem der Stadtrat in der Sitzung am 22. Juni mehrheitlich die Entscheidung über eine Ausschreibung vertagt hatte, haben der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau- und Stadtkernsanierungsausschuss am 02. Juli erneut über die Errichtung einer Pumptrack-Anlage beraten. Gemeinsame Zielsetzung nach den Beratungen ist es, mit Hilfe von Drittmitteln den städtischen Finanzierungsanteil an den Baukosten auf 130.000 Euro zu reduzieren sowie die Anlage spätestens im Jahr 2021 zu errichten.

Zuvor hatte Stadtbürgermeister Stefan Leukel nochmals die bisherigen Beratungen in den städtischen Gremien in Erinnerung gerufen. Anhand einer Übersicht über die aktuell in der Stadt vorhandenen Spiel- und Bolzplätze machte er deutlich, dass für die über 10-jährigen Kinder und Jugendlichen nur ein begrenztes Angebot vorhanden ist. Erste Überlegungen seien mit dem Spielplatz im Wohngebiet Rothenberg verbunden gewesen. Aufgrund des zu erwartenden Zulaufs und der daraus resultierenden Beeinträchtigungen für die Anwohner wurde die Planung 2018 im Wohngebiet Rothenberg verworfen.

Die Fahrradbegeisterung sei seit der ersten Planung nochmals um ein Mehrfaches gestiegen. In der Folge wurde eine fundierte Grobplanung von Traildesignern, Sportwissenschaftlern, Technikern und Profi-Athleten erstellt. Die Größe der Anlage wurde nach speziellen Sätzen berechnet, welche die aktuelle Einwohnerzahl in Verbindung mit der erforderlichen Größe der Anlage setzt. Leukel machte deutlich, dass dies notwendig war, um die Anlage nicht zu klein für den Bedarf auszurichten. Die vorherige im Wohngebiet Rothenberg geplante Anlage wäre für diese Anforderungen deutlich zu klein gewesen und daher auch nicht vergleichbar.

Geplant wurde eine eigenständige, wettkampftaugliche Sportanlage. Hier können über 15 Sportarten vereint auf einer generations- und sportartübergreifenden Begegnungsstätte vom Laufrad, über Mountainbike, Skateboard, Scooter, bis hin zum BMX, Longboard und sogar Rollstuhlfahrer auf der asphaltierten Fahrfläche rollen. Bei den umliegenden Schulen wurde Interesse geweckt. Eine Einbindung in das schulische Angebot sei in Planung. Das Interesse von Vereinen zeige sich daran, dass die DJK Marienstatt die Gründung einer eigenen Bikesport-Abteilung beabsichtige.

Mit der Pumptrack-Anlage habe Hachenburg ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Westerwaldkreis. Sie fördere die Attraktivität der Stadt und diene auch der Innenstadtbelebung, da sie ein überregionales Ausflugsziel für Familien darstelle. Die Anlage erweitere das Sportangebot für die primäre Zielgruppe der Jugendlichen ab 10 Jahren. Ein Pumptrack fördere nicht nur die Fitness und den Spaß der Menschen, sondern auch den Kontakt unter den unterschiedlichsten Altersgruppen und sozialen Schichten. Er biete einen Begegnungsort für alle. Als Nebeneffekt können bereits die Kleinen mit dem Laufrad ihr Gleichgewicht und Fahrsicherheit stärken. Dies bedeute mehr Fahrsicherheit und auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Ausführlich stellte Stadtbürgermeister Stefan Leukel circa zehn mögliche Förderprogramme vor, die teilweise nur für Vereinssportanlagen Fördermöglichkeiten eröffnen, an strenge Bedingungen gebunden sind bzw. der Förderzeitpunkt nicht verlässlich einschätzbar ist.

Nach einer Vielzahl von Redebeiträgen durch die Ausschussmitglieder wurde von beiden Ausschüssen einstimmig beschlossen, den städtischen Anteil an den Baukosten für die Errichtung der Pumptrack-Anlage durch Drittmittel mit einer Zielsetzung von 130.000 Euro zu begrenzen. Weiterhin sollen die vom Stadtbürgermeister aufgezeigten Fördermöglichkeiten nochmals näher geprüft werden und die Bemühungen um ein Crowdfunding fortgeführt werden. Im Interesse der Kinder und Jugendlichen soll der Bau der Pumptrack-Anlage spätestens im Jahr 2021 umgesetzt werden.

Abschließend bedankte sich Stadtbürgermeister Stefan Leukel für die konstruktive und zielführende Diskussion der beiden Ausschüsse und zeigte sich zuversichtlich, dass der Bau der Pumptrack-Anlage unter diesen Voraussetzungen nun zeitnah realisiert werden könne.

Beispielfoto eines Pumptracks (Foto: RadQuartier GmbH)

 

Hier können Sie den Bau der Pumptrack Anlage unterstützen : westerwaldbank.viele-schaffen-mehr.de/pumptrack-fuer-hachenburg/

 


Lesesommer Rheinland-Pfalz - Stadtbücherei Hachenburg auch in diesem Jahr dabei

Der 13. Lesesommer Rheinland-Pfalz startet offiziell am 22. Juni. Die Stadtbücherei Hachenburg bietet die beliebte Sommerferienaktion auch in diesem Jahr, mit an die besonderen Umstände angepassten Regeln, an.

Wer sich in der Stadtbücherei Hachenburg zum Lesesommer anmeldet, erhält eine Clubkarte und kann aus dem gesamten Buchbestand seine Lieblings-Lesesommerlektüren auswählen. Bis zum 22. August, dem Ende der Aktion, sollen mindestens drei Bücher gelesen und bewertet werden. Für jedes gelesene Buch gibt es einen Stempel auf der Clubkarte. Jede abgegebene Bewertungskarte nimmt als ein Los an dem landesweiten Gewinnspiel mit attraktiven Preisen teil.

Die Interviews zu den gelesenen Büchern werden in diesem Jahr durch einen schriftlichen „Buchcheck“ ersetzt. Hier beantworten die Teilnehmer Fragen oder malen ein Bild zum gelesenen Buch. Alternativ kann, wie schon in den letzten Jahren, ein Online-Buchtipp unter www.lesesommer.de abgegeben werden.

Statt einer Eintrittskarte zum Abschlussfest mit Tombola gewinnt bei der Stadtbücherei Hachenburg in diesem Jahr jeder erfolgreiche Teilnehmer einen Buchgutschein. Die Gutscheine stellen die Stadt Hachenburg und die Verbandsgemeinde Hachenburg gemeinsam zur Verfügung, um die große Leseförderaktion  zu unterstützen. Natürlich gibt es auch wieder Urkunden und die meisten Schulen honorieren die Teilnahme am Lesesommer durch einen positiven Vermerk im nächsten Zeugnis.

Zum Mitmachen aufgerufen sind alle Kinder und Jugendlichen von 6 bis 16 Jahren. Am Lesesommer Rheinland-Pfalz beteiligen sich in diesem Jahr landesweit rund 160 Bibliotheken. Weitere Informationen unter Tel. 02662 939451 und www.lesesommer.de.


Herzlicher Dank an die Feuerwehr Hachenburg

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr kam es zu einem großflächigen Stromausfall im Westerwaldkreis. Aus diesem Grund wurden die Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehren vorsorglich in die Gerätehäuser bestellt, da auch das Telefon- und Mobilfunknetz ausgefallen war. Bürgerinnen und Bürger konnten sich im Notfall bei der Feuerwehr in den jeweiligen Gerätehäusern melden.

Im Rahmen des Einsatzes fuhren die Fahrzeuge der Feuerwehr auch durch die Stadt, um eventuelle Notlagen an die Rettungsleitstelle in Montabaur, an die Polizei oder die Einsatzzentrale in Hachenburg zu melden. Weiterhin wurden Haushalte und Einrichtungen angefahren, in denen Beatmungspatienten dringend auf eine Stromversorgung angewiesen sind.

Auch während der Corona-Pandemie haben die Gerätewarte die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten sichergestellt, so dass die Feuerwehr uns im Notfall jederzeit zur Seite stehen kann.

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Hachenburg für ihren ehrenamtlichen Einsatz für unsere Sicherheit bedanken. Sie stehen uns zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Seite. Wenn es ernst wird, sind die Feuerwehren für uns im Einsatz! Herzlichen Dank dafür.


„Mein besonderer Ort in Hachenburg“ – ein Aufruf zur Beteiligung

Liebe Hachenburger*innen,

wir, drei Studierende der Hochschule Koblenz, erstellen derzeit im Rahmen unserer Bachelorarbeit und im Auftrag des Caritasverbandes Westerwald - Rhein - Lahn e.V. eine Sozialraumanalyse der Stadt Hachenburg. Diese erfolgt in Kooperation mit der Stadt Hachenburg und der kath. Pfarrei „Maria Himmelfahrt „ unterstützt vom Caritas Altenzentrum „Haus Helena“.

Dabei geht es darum, Stärken und Schwächen, Positives und Verbesserungswürdiges des Lebens und Wohnens in der Stadt Hachenburg herauszuarbeiten, um schließlich Anregungen für eine zukunftsfähige Sozialraumentwicklung und ein gutes generationenübergreifendes Zusammenleben zu geben.

Es ist uns sehr wichtig, dabei den Blick der Bürger*innen Hachenburgs aufzunehmen und Ihre Sichtweisen kennenzulernen.

Wir möchten deshalb alle Bewohner*innen Hachenburgs bitten, sich an einem Fotografie - Projekt „Mein besonderer Ort“ zu beteiligen. Bitte senden Sie uns ein bis maximal fünf aktuelle Fotos, die sie selbst in Hachenburg aufgenommen haben. Uns interessiert dabei vor allem:

  • Welchen Ort oder Platz des öffentlichen Raumes in Hachenburg mögen Sie besonders gern? Wo fühlen Sie sich besonders wohl? Was ist für Sie etwas besonders Positives in Hachenburg?

Aber auch:

  • Was finden Sie störend, wo fehlt etwas? An welchen Orten oder Plätzen fühlen Sie sich unsicher oder unwohl? Wo sollte etwas verbessert werden?

Die Bilder können mit Kameras oder Smartphones aufgenommen sein. Bitte beschreiben Sie uns kurz, wo sich dieser Ort befindet und weshalb Sie ihn ausgewählt haben. Alle Bilder helfen uns, Ihr Hachenburg kennenzulernen. Eine Auswahl davon wird in unseren Bericht zur Sozialraumanalyse einfließen.

Bitte senden Sie uns ihr Foto samt Anmerkungen bis zum 30.06.2020 an folgende E-Mailadresse: sozialraumanalyse@outlook.de oder per Post an das Caritas - Altenzentrum Haus Helena, Nisterstraße 3 in 57627 Hachenburg, mit dem Vermerk “Sozialraumanalyse” zu. Bitte beachten Sie, dass Sie mit einer Einsendung Ihrer Fotografien und Anmerkungen damit einverstanden sind, dass diese anonym für das Forschungsprojekt der Caritas Westerwald-Rhein-Lahn e.V. Sozialraumanalyse Hachenburg verwendet und ggf. veröffentlicht werden.

 

Wir freuen uns auf ihre Zusendungen!

 

Nicole Hemicker, Fabian Weber und Christoph Zepp

Im Auftrag des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn e.V.


Hachenburger KulturZeit und Künstler tief beeindruckt von Spendenbereitschaft der Kulturfans

„Vielen Dank von Herzen“, „mehr als eine nette Geste“ oder „Ihre Solidarität hat mich sehr gerührt“ – die Kleinkünstler, deren  Hachenburger KulturZeit-Auftritte abgesagt werden mussten, sind überwältigt von der Spendenbereitschaft der Inhaber von bereits gekauften Tickets. Das Kulturreferat hatte seinen Abonnenten angeboten, auf Erstattungen für Kleinkunst-Veranstaltungen zu verzichten und die entsprechenden Beträge an die Künstler weiterzuleiten.

„Dass so viele Kulturfans unserem Aufruf gefolgt sind, hat mein Team und mich nachhaltig beeindruckt“, sagt Kulturreferentin Beate Macht. Damit hätten die Gäste auch zum Ausdruck gebracht, wie sehr sie sich mit dem Hachenburger Kleinkunst-Programm identifizieren. Das Geld komme nun den Künstlern zugute, die in den letzten Wochen immense Einkommenseinbußen verkraften mussten, freut sich Beate Macht.

William Wahl hätte in der Stadthalle Mitte März eigentlich seinen Einstand gefeiert. In einer Nachricht an die KulturZeit zeigt sich der Klavierkabarettist gerührt über die Solidarität der Westerwälder: „Das ist mehr als eine nette Geste.“

Der Stand-up-Comedian Stefan Danziger empfindet es in dieser schwierigen Lage als „wahre Wohltat“, wenn Worte auch zu Taten würden wie in Hachenburg  – und ist tief beeindruckt von den Spendern: „Vielen Dank von Herzen für euer Engagement!“

Anny Hartmann, die pazifistische Schnellfeuerwaffe des Kabaretts, ist gerührt angesichts der Hilfe aus Hachenburg: „Ihre Geste hilft finanziell und wärmt mir darüber hinaus das Herz.“ Dies sei noch viel wichtiger als Geld,  so die Diplom-Volkswirtin, die Ende April bereits zum dritten Mal das Publikum in der Stadthalle begeistert hätte. Und die mehrfache Preisträgerin zeigt sich auch selbst solidarisch: „Sobald ich wieder selber Geld verdienen darf, möchte ich gerne was zurückgeben und für ein gemeinnütziges Projekt vor Ort spenden.“ Vorschläge leitet die KulturZeit gerne an Anny Hartmann weiter. Schreiben Sie uns einfach über kontakt@hachenburger-kulturzeit.de, Facebook oder Instagram.
 

Hier die ausführlichen Dankesworte der Künstler:

William Wahl

"Liebe Mitglieder des Fördervereins!

Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie sich dazu entschieden haben, Ihre Karten zu spenden, anstatt sie zurückzugeben. Das ist mehr als eine nette Geste und rührt mich! Vielen Dank dafür,  also für Ihre Unterstützung in diesen seltsamen Zeiten!“

Stefan Danziger

„Ihr Hachenburger Kulturunterstützer habt mir ein großes Lächeln ins Gesicht gezaubert.

In Zeiten, in denen uns Künstlern viel Unterstützung aus vielen Ecken zugesagt wird, was nicht immer eingehalten wird, ist es eine wahre Wohltat, wenn Worte zu Taten werden. Vielen Dank von Herzen für euer Engagement!“

Anny Hartmann


Reinigung von Straßen und Rückschnitt von Ästen und Sträuchern

Wir weisen darauf hin, dass alle Eigentümerinnen und Eigentümer von bebauten wie auch unbebauten Grundstücken zur Straßenreinigung gemäß der Satzung über die Reinigung öffentlicher Straßen verpflichtet sind.

 

Gemäß § 7 der Satzung umfasst das Säubern insbesondere die Beseitigung von Kehricht, Schlamm, Gras, Unkraut und sonstigem Unrat jeder Art, die Entfernung von Gegenständen, die nicht zur Straße gehören, sowie die Säuberung der Straßenrinne, Kanäle und Durchlässe.

Außergewöhnliche Verschmutzungen sind ohne besondere Aufforderung sofort zu beseitigen.

Dies ist insbesondere nach starken Regenfällen, Tauwetter und Stürmen der Fall.

 

Daneben gilt es, den Verkehrsraum von überstehenden Ästen und Sträuchern freizuhalten.

Gem. § 27 Abs. 2 Landesstraßengesetz (LStrG) dürfen Anpflanzungen nicht angelegt werden, soweit sie den Verkehr behindern oder die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs durch Sichtbehinderung oder in anderer Weise beeinträchtigen können.

Hierbei ist auch das Lichtraumprofil zu beachten, danach dürfen Pflanzen bis zu einer Höhe von 4,50 Metern nicht in den Straßenraum hineinragen.

 

Um Beachtung dieser Bestimmungen wird gebeten.


Viele Möglichkeiten, ein Ziel: lokale Einkaufs- und Dienstleistungsangebote unterstützen und erhalten

Die Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben seit Wochen ein. Auch wenn mittlerweile einige Lockerungen umgesetzt werden dürfen, trifft es viele Branchen nach wie vor hart. Verlorene Umsätze können dabei in den meisten Fällen nicht nachgeholt werden und laufende Kosten müssen weiterhin bezahlt werden. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, wie die städtischen Betriebe unterstützt werden können:

  1. Viele heimische Geschäfte und Betriebe haben bereits eigene Online-Shops eingerichtet und auch das Dienstleistungsangebot sehr stark ausgeweitet. Neben dem Abhol- und Bringservice in den Gaststätten haben sich auch viele Einzelhändler diese Dienstleistung auf die Fahnen geschrieben.
  2. Als ideales Geschenk oder einfach als Zeichen der Unterstützung können natürlich auch Gutscheine des Werberings gekauft werden. Der Beschenkte kann diesen dann in allen dem Werbering angeschlossenen und teilnehmenden Geschäften einlösen. Den Hachenburger Einkaufsgutschein erhalten Sie zum Beispiel in den Filialen der Sparkasse Westerwald-Sieg und der Westerwald Bank in Hachenburg oder der Tourist-Information Hachenburger Westerwald im historischen Rathaus in der Perlengasse 2.
  3. Weiterhin können regionale Betriebe über die von der Sparkassen-Organisation ins Leben gerufenen Initiative „Gemeinsam da durch – Wir halten jetzt zusammen“ (https://helfen.gemeinsamdadurch.de/) durch Gutscheinkäufe unterstützt werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich die lokalen Geschäfte und gastronomischen Betriebe dort registrieren. Die Plattform wird bereits von einigen Hachenburger Geschäften eingesetzt. Die Kunden helfen ihren Lieblingsläden durch den Erwerb eines Gutscheins, der dann in den Geschäften eingelöst werden kann. Die Gutscheine können auch verschenkt werden. Die komplette Gutschein-Summe kommt direkt bei den lokalen Geschäften an.
  4. Darüber hinaus kann die regionale Gastronomie auch über die Gutschein-Aktion der Westerwald Brauerei unterstützt werden. Neben Gutscheinen kann man seinem Lieblingsbetrieb auch ein Trinkgeld hinterlassen. Auch diese Unterstützung kommt den Betrieben direkt zugute. Die Gutscheine können hier erworben werden: https://www.hachenburger-store.de/westerwälder-wirtschaftsförderung.
  5. Gibt es weitere Angebote oder Unterstützungsbedarf? Machen Sie uns gerne darauf aufmerksam! Die Stadtverwaltung ist per E-Mail an stadtbuergermeister@hachenburg.de, telefonisch unter der Nummer 02662/9583-40, per WhatsApp über die Nummer 02662/958340 oder über Facebook zu erreichen.

Zur Unterstützung der Betriebe in der historischen Innenstadt wird die Stadt in diesem Jahr auf die Pachteinnahmen für die Sondernutzung der öffentlichen Flächen auf dem Alten Markt sowie der Friedrich- und Wilhelmstraße verzichten.

Stadtbürgermeister ermuntert alle Bürgerinnen und Bürger, das lokale Angebot zu unterstützen, dass auch in Zukunft von der Vielfalt an gastronomischen Betrieben und lokalen Einkaufs- und Dienstleistungsangeboten profitiert werden kann. Neben einer belebten Stadt werden damit auch regionale Arbeitsplätze erhalten, so Leukel abschließend.


„Hagenberg“-Film kostenfrei auf Youtube

Ein besonderes Geschenk in besonderen Zeiten: In Zusammenarbeit mit Regisseur Thomas Sonnenschein bietet die Hachenburger KulturZeit den gefeierten Doku-Spielfilm „Hagenberg“ seit Ostersonntag als Stream an – und zwar bis auf weiteres kostenfrei auf Youtube. So scharf haben Sie die gefeierte Spielfilm-Doku über die Geschichte Hachenburgs noch nie gesehen: Im Gegensatz zur beliebten DVD-Version wird der Film in High Definition (HD) abgespielt.

Genau wie das Osterfest stehe „Hagenberg“ von 2014 für Hoffnung, Erneuerung und Gemeinschaft – Werte, die in dieser Zeit so wichtig seien wie selten zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. So begründen Kulturreferentin Beate Macht und Stadtbürgermeister Stefan Leukel die Motivation hinter dem Angebot.

„Der Film veranschaulicht auf beindruckende Weise die zahlreichen Krisen, Katastrophen und Kriege unter denen unsere Heimatstadt in ihrer über 700-jährigen Geschichte litt“, so Macht und Leukel. Doch die Einwohner seien immer wieder aufgestanden, hätten die Ärmel hochgekrempelt und Hachenburg damit zusammen zu dem gemacht, was es heute ist.

Dieser Gemeinschaftssinn und die hohe Identifikation der Bewohner mit der Stadt ermöglichten erst diese beinahe epische Film-Produktion, wie Filmemacher Thomas Sonnenschein betont: „Überall rannte ich offene Türen ein. 500 Freiwillige aus der Region wirkten begeistert mit, Tausende sahen stundenlang bei den Dreharbeiten auf öffentlichen Plätzen zu, mehr als Zehntausend sahen den Film im Kino.“

Mit dem kostenlosen Stream-Angebot wird das damalige Geschenk von ganz vielen Menschen für die Stadt und seine Bewohner nun jedem weltweit zugänglich gemacht.

Das Video ist online hier abrufbar: https://bit.ly/2xR4bZN oder über www.hachenburger-kulturzeit.de

Info:

Der Film stellt exemplarisch für viele deutsche Städte die 700-jährige Geschichte Hachenburgs nach. Die Stadt wurde aufgrund ihrer geographischen Lage zwischen Köln und Frankfurt zum Spielball machtpolitischer Einflüsse, die Hachenburg und die Region bis in die Gegenwart hinein geprägt haben.

Für den Film wurden innerhalb von zwei Jahren an 80 verschiedenen Drehorten mehr als 70 Pferde, zahlreiche historische Kutschen, Oldtimer, amerikanische Militär-LKWs und rund 1000 Requisiten aus acht Jahrhunderten eingesetzt.    

Thematisiert werden die gesellschaftlichen Veränderungen, die stetige Modernisierung, wirtschaftliche Blütezeiten, aber auch Kriege, die großen Katastrophen sowie der besondere Stellenwert Hachenburgs im Zuge konfessioneller Streitigkeiten. Auch dunkle Kapitel wie die Rolle der Hachenburger währen der NS-Diktatur werden in aller Deutlichkeit beh


Wie Hachenburg früheren Epidemien getrotzt hat

Stadtarchivar zeigt Parallelen und Unterschiede zwischen Corona und früheren Pestzeiten auf

Von Dr. Jens Friedhoff (Stadtarchiv Hachenburg)

 

Als ich einmal frühmorgens am Fenster der Sakristei von San Vigilio stand, sah ich eine Frau zum Grab ihres Mannes gehen, der tags zuvor gestorben war. Und ich sah, wie sie beim Beten selbst tot zusammenbrach und sie [darauf hin] neben ihrem Mann beerdigt und ins Grab gelegt wurde. Wie ein Schaf wurde sie ohne Bare beigesetzt. Es gab auch keinen, der gesungen hätte. Und ich kann berichten, dass durch derartige Ereignisse in der Bevölkerung eine solche Panik entstand, dass viele Wohlhabende mit ihren Familien auf die Dörfer flohen und die Häuser, die ihnen gehören, zurückließen. Und die Christen gingen einander aus dem Weg wie der Hase dem Löwen oder ein Gesunder dem Aussätzigen“. Die hier zitierte Passage aus der von Klaus Bergdolt bearbeiteten, 1989 in Heidelberg erschienenen Quellensammlung zur Pest von 1348 in Italien, schildert eindrucksvoll die Wahrnehmung der sich rasch ausbreitenden Seuche, die am 2. Juni 1348 die oberitalienische Stadt Trient erreicht hatte. Gegenwärtig sind es die erschütternden Berichte von italienischen Militärkonvois, die die zahlreichen, dem Corona-Virus erlegenen Opfer zu Krematorien transportieren. Vieles scheint sich im Laufe der Jahrhunderte zu wiederholen: Die sich „aus dem Weg gehenden“ Menschen 1348 und das behördlich verordnete Kontaktverbot der Bundesregierung, dass eine weitgehende Einschränkung sozialer Kontakte bedingt und auf die Verminderung des Anstiegs der Infektionen mit SARS-CoV2 zielt.

Die Historiker Gerhard Fouquet und Gabriel Zeilinger wählten in ihrer 2011 erschienenen Publikation „Katastrophen im Spätmittelalter“ für das Kapitel zur Pandemie von 1347 bis 1352 die Kapitelüberschrift „Epidemien und kein Ende“, und schildern anhand ausgewählter Schriftquellen (Urkunden, Berichte und Chroniken) eindrucksvoll, die Wahrnehmung der großen Pestwelle im Spätmittelalter, rekonstruieren den Weg der Seuche, die von Asien ausgehend über die Handelswege Europa erreichte. Im Schwarzmeerhafen Caffa, dem heutigen Feodosia auf der Krim kamen europäische Kaufleute in direkten Kontakt mit der Krankheit. Aus dem östlichen Mittelmeerraum brachten genuesische Galeeren die Seuche in die Häfen der iberischen Halbinsel und Italiens. Vom sizilianischen Messina aus wurden 1348 die Häfen in Pisa, Genua, Venedig, Marsailles und Barcelona infiziert und im April 1348 erreichte der „Schwarze Tod“ die italienische Metropole Florenz. Ebenfalls über den Seeweg gelangte die Pest in die in der Gascogne gelegenen, damals von England beherrschten Häfen Bordeaux und Bayonne. Von dort aus stieß sie im Juni 1348 in den Norden Europas vor. Über See und das engmaschige Netz der Handelswege hielt die Epedemie u. a. Einzug in Köln, Hamburg, Lübeck und Nowgorod, Zentren des bedeutenden Hansehandels. 1352 erfasste die Pest schließlich Moskau.

 

Die Pest wurde im Mittelalter als Zorn Gottes gedeutet

Auch im Territorium der Grafen von Sayn und der Stadt Hachenburg fielen dem „Schwarzen Tod“ zahlreiche Menschen zum Opfer. Wie erklärten sich die Menschen des Mittelalters die schreckliche Krankheit? Die Pest wurde Mitte des 14. Jahrhunderts – wie auch in späteren Zeiten – als Zorn Gottes gedeutet und in Hachenburg sowie zahlreichen Städten traf der blinde und unbegründete Hass der Bevölkerung vor allem die jüdischen Mitbewohner, die so genannten Pestpogromen zum Opfer fielen. Zahlreiche jüdische Gemeinden wurden ausgelöscht und es sollte mancherorts – so auch in Hachenburg – Jahrhunderte dauern, bis sich erneut Menschen jüdischen Glaubens erneut in den Städten ansiedelten.

Auch in den nachfolgenden Jahrhunderten berichten die Quellen von zahlreichen, die Stadt Hachenburg und ihr Umland heimsuchenden Epidemien. So z.B. 1457, als zwei Zisterziensermönche aus Marienstatt durch das von „der Pestilenz“ betroffene Land zogen. Nur wenige Jahre später, 1469, verließ die gräfliche Familie von Sayn fluchtartig Schloss Hachenburg, um sich vor der Pest in Sicherheit zu bringen. In einer 1470 erlassenen Städteordnung reagierte man schließlich auf die zum Teil verheerenden hygienischen Missstände in der dicht bebauten Stadt Hachenburg: Schweine sollten nicht mehr frei durch die Stadt laufen, Brunnen und Wasserstellen sollten ebenso wie die Straßen und Plätze gereinigt werden. 1530/31 bescherte eine pestartige Krankheit der kleinen saynischen Residenzstadt erhebliche wirtschaftliche Einbußen. Zolleinnahmen und sonstige Abgaben gingen zurück und der Landesherr floh nach Altenkirchen. Knapp vier Jahrzehnte später wurde das Kirchspiel Altstadt von der Pest heimgesucht: Im Kirchspielort Altstadt beklagte man den Tod von 48 Einwohnern, während in Hattert und weiteren Nachbarorten mehr als 100 Personen starben. Auch wenn für Hachenburg keine konkreten Opferzahlen überliefert sind, ist von einem Übergreifen der Seuche auf die Stadt auszugehen: 1570 war „nach dem jüngsten großen Sterben“ erneut ein Anstieg der Bevölkerungszahlen zu verzeichnen.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden die Stadt Hachenburg und die Grafschaft Sayn nicht nur durch den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) mit Einquartierungen und Plünderungen heimgesucht, sondern in dessen Gefolge hielt die Pest unter der Stadt- und Landbevölkerung reiche Ernte. Bereits 1612 floh der Hachenburger Bürgermeister Leuth am 8. August vor der Pest nach Atzelgift. Sein Stellvertreter Bernhard Faßbender ließ Holz für Särge bereitstellen und der Hinweis, dass die „Herbstmärkte“ in der Stadt nur schwach besucht wurden, erlaubt den Rückschluss, dass die Seuche die Stadt den gesamten Sommer heimsuchte. Der Zusammenhang zwischen den Epidemien und den mangelhaften hygienischen Zuständen haben die Menschen des 17. Jahrhunderts zwar durchaus erkannt, die Ursache für die Pest war jedoch noch nicht entdeckt. Auf Befehl des Grafen von Sayn versuchte man den „Pesthauch“ durch Räucherfässer zu vertreiben. Als 1626 Hachenburg erneut von der in der benachbarten Grafschaft Nassau-Dillenburg ausgebrochenen Pest heimgesucht wurde, schloss man mit dem Pächter der außerhalb der Stadtmauer gelegenen „Freiheitsmühle“ am Oberbach einen Vertrag, in dem er sich verpflichtete „etliche Pestkranke“ gegen Entgelt in seine Behausung aufzunehmen. Der für 1599 belegte Flurname „Siechhäusgen“ belegt die Existenz einer solchen Einrichtung im Osten der Stadt. Das Siechenhäuschen diente zur Unterbringung von Kranken. 1624, 1626 und 1633 ist erneut von dem städtischen Siechenhaus in der Nähe der Linde beim Schießrain die Rede. Als die Pest  1636 Hachenburg erneut erreichte, fielen ihr vor allem zahlreiche Frauen und Teile der älteren Stadtbevölkerung zum Opfer.

 

Schultheißen führen Listen über Reisebewegungen der Bürger

Nach dem Dreißigjährigen Krieg reagierte der Landesherr, Graf Ernst Salentin von Manderscheid-Blankenheim Graf zu Sayn, mit der von ihm 1665/66 erlassenen Pestordnung auf die Verbreitung der Seuche in benachbarten Regionen. Am 4. September 1665 erging an die Stadtwachen der Befehl, nur noch Personen mit schriftlichen Zeugnissen in die Stadt zu lassen, aus denen hervorging, dass sich diese nicht in den von der Pest heimgesuchten Orten aufgehalten hätten. Die Tore wurden nachts geschlossen. Ferner wurden die mit zwei Schlagbäumen versehenen Zufahrtswege zur Stadt bei Tag und Nacht streng bewacht und Hachenburger Bürgern wurde unter strenger Strafandrohung untersagt sich in die von der Pest betroffene Grafschaft Berg oder die Stadt Köln zu begeben. Den Schultheißen als Vorsteher der Gemeinden oblag die Aufgabe Listen über Reisebewegungen zu führen. Aus einem zweiten gräflichen Edikt vom 12. August 1666 ist ersichtlich, dass die Epidemie als Strafe Gottes für irdisches Fehlverhalten interpretiert wurde. Vordringliches Ziel war es, den Frieden innerhalb der Stadt zu wahren und Buße zu tun. Die Hachenburger wurden zu vermehrtem Kirchgang und zum regelmäßigen Besuch der Messen angehalten. Tanzen und übermäßiges „Zechen“ in den Wirtshäusern wurde unter Strafe gestellt. Neuerkrankungen sollten umgehend gemeldet sowie Maßnahmen zur Versorgung der Stadt mit Medizin und Nahrungsmittel eingeleitet werden. Das Krisenmanagement der gräflichen Regierung befürwortete Kredite für die von den Auswirkungen der Epedemie betroffenen Untertanen vor. Sofern sie nicht in der Lage sein sollten, diese zürückzuzahlen sollten die Fehlbeträge durch die Gemeinden ausgeglichen werden.

Der hier vorgelegte kleine Exkurs zum „schwarzen Tod“, der in der Mitte des 14. Jahrhunderts im gesamten mittelalterlichen Europa reiche Ernte hielt sowie zu den Pestwellen, die vom 15. bis zum 17. Jahrhundert die Stadt Hachenburg und ihr Umland heimsuchten, zeigt deutlich in welch starkem Maße die Bevölkerung derartigen Katastrophen ausgesetzt waren. Deutlich erkennbar sind die Parallelen zur gegenwärtigen CORONA-Krise: Die Ausbreitung der Krankheit über die eng verflochtene Handelswege sowie zahlreiche Kommunikationsstränge, der Versuch seitens der Landesherren durch „Grenzschließungen“ sowie die Isolation der Infizierten (Siechenhäuser) dem massenhaften Sterben vorzubeugen und den wirtschaftlichen Schaden der Betroffenen durch die Vergabe von Krediten zu mindern. Im Unterschied zu der gegenwärtigen Situation waren unsere Vorfahren jedoch den Epidemien infolge der zum Teil katastrophalen hygienischen Verhältnissen in den Städten und auf dem Land sowie der fehlenden medizinischen Versorgung hoffnungslos ausgeliefert. Zeugnisse dieser „dunklen Zeiten“ liegen in den zahlreichen überlieferten Schriftquellen vor, die uns zwar keine konkreten Opferzahlen bieten, jedoch eindrucksvoll das Schicksal der Menschen schildern. Mancherorts künden auch bauliche Hinterlassenschaften von derartigen Katastrophen. So etwa barocke Pestsäulen oder anlässlich der überstandenen Pest gestiftete Kapellen. So blieb beispielsweise im Norden des Kreises Altenkirchen oberhalb der Wildenburg die kleine, unscheinbare, dem „Pestheiligen“ Rochus geweihte Kapelle erhalten, die uns die im Wildenburger Land grassierende Pest in Erinnerung ruft. 

Das Bild zeigt die dem Pestheiligen Rochus geweihte Kapelle bei Friesenhagen im Wildenburger Land (Kreis Altenkirchen). Foto: J. Friedhoff


Stadt Hachenburg: Stadterneuerung nimmt Fahrt auf

Für das Programmjahr 2020 stehen der Stadt 500.000 Euro Bundes- und Landesmittel zur Verfügung.

Wie Stadtbürgermeister Stefan Leukel informiert, hat die zuständige Genehmigungsbehörde, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Koblenz, mitgeteilt, dass im Programmjahr 2020 der Stadt Hachenburg Bundes- und Landesmittel in Höhe von 500.000 Euro bereitgestellt werden. Mit den Fördermitteln können, inklusive des städtischen Eigenanteils von rund 166.700 Euro, Maßnahmen in den kommenden Jahren mit Kosten bis in Höhe von 666.667 Euro finanziert werden.

Seit 2017 wird die Stadt Hachenburg mit dem Sanierungsgebiet „Stadtkern II“ im Rahmen des Förderprogramms „Städtebauliche Erneuerung“ - „Nachhaltige Stadt – Wachstum und nachhaltige Entwicklung (STU)“, ehemals Stadtumbau, gefördert.

An Einzelmaßnahmen stehen neben der Umgestaltung des Burggartens und Planungskosten für Baumaßnahmen auch einzelne Grunderwerbe, die Schaffung eines Parkplatzes im Bereich des Johann-August-Rings sowie die Förderung privater Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an.

„Die anstehenden Maßnahmen können somit weiter konkretisiert, zügig angegangen und eine nachhaltige Stadtentwicklung damit forciert werden“, so Leukel.

In diesem Zusammenhang möchte die Stadt auf das Beratungsangebot für die Eigentümer von Immobilien im Stadtkern hinweisen. Gerne stehen Herr Jahn, MAP Consult, Oppenheim (Telefon: 06133 926343, E-Mail m.jahn@map-consult.de) und Frau Lück, Verbandsgemeinde Hachenburg (Telefon: 02662 801176, E-Mail: k.lueck@hachenburg-vg.de) für Gespräche zur Verfügung.


Mülltrennung – Wir Kinder vom Lieblingsplatz machen mit!

Im Rahmen unseres Projektes „Unser LIEBLINGSPLATZ wird grün – Nachhaltigkeitserziehung in unserer Kita“ haben wir uns mit Müll und Mülltrennung auseinandergesetzt. Nachdem wir herausgefunden haben, welcher Müll in welche Tonne gehört, wo sich die Mülltonnen in unserer Kita befinden und wir die Mülleimer in den Gruppenräumen beschriftet haben, kam als Highlight am 04.03.2020 die Müllabfuhr zu Besuch. Gemeinsam haben wir uns mit den Fragen beschäftigt, welcher Müll in welche Tonne gehört, was mit Altglas passiert und wo die Müllabfuhr den Müll hinbringt. Zudem konnten wir bisher ungeklärte Fragen an die Profis richten. Ein besonderer Höhepunkt war für uns dann die Besichtigung des Müllautos. Wir durften die Knöpfe betätigen, um die Mülltonnen zu leeren, auf die Trittbretter der Müllabfuhrmitarbeiter steigen und sogar vorne im Cockpit des Müllautos Platz nehmen. Wir hatten jede Menge Spaß und wissen jetzt genau, wie wir den Müll richtig trennen. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle nochmal an die WAB, die uns dieses tolle Erlebnis ermöglicht hat.


Qualitätsentwicklung im Hachenburger Kinderhaus

Das Kinderhaus ist wie alle Kindertagesstätten eine lernende Institution, eine Institution, die sich durch hohe Flexibilität und Dynamik auszeichnet, in der jeder denkend mithandelt, mitträgt und mitverantwortet. Eine kontinuierliche Überprüfung (Evaluierung) zur Sicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit ist laut Gesetz (§22 Abs.1 SGB VIII) und zur Stärkung des Teams erforderlich. In allen Bereichen ist die Qualitätsentwicklung und -weiterentwicklung gesetzlich festgeschrieben (§79.a SGB VIII).

Für die kontinuierliche interne Reflektion unserer pädagogischen Arbeit im Kinderhaus-Team haben die Stadt Hachenburg vertreten durch Herrn Stadtbürgermeister Stefan Leukel und Kollegen_innen  des Kinderhauses den Wunsch, ein eigenes Qualitätsmanagement zu etablieren. Hierzu unterstützt uns die Dipl. Pädagogin Frau Kornelia Becker- Oberender und Ihr Team des Institut für Bildung und Entwicklung aus Gieleroth. Sie entwickelten das Bildungs- und Qualitätsmanagement PRE-pBK. Dieses Konzept hilft uns unsere bestehende Qualität zu reflektieren, wo notwendig Neues zu erarbeiten und erreichtes kontinuierlich weiter zu entwickeln. Alle Beteiligten wissen, das Qualität kein statischer Zustand ist sondern ein sich stetig entwickelnder Prozess, der zum Wohle unserer Kinder und damit auch unserer Zukunft nicht zum Stillstand kommen darf.

Unser Dank gilt in erster Linie den Kinderhaus-Eltern. Ihre tatkräftige Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, die Qualität in unserem Kinderhaus professionell weiter zu entwickeln. 


Schloss Hachenburg – Geschichte, bauliche Entwicklung und Nutzung

Neuerscheinung und Buchvorstellung

Von welcher Seite man sich der Hachenburg auch nähert – die Silhouette der Stadt wird maßgeblich von dem breitgelagerten Baukörper des Schlosses geprägt. Das aus einer mittelalterlichen Burg hervorgegangene barocke Schloss, das für mehrere Jahrhunderte den Regenten der Grafschaft Sayn bzw. Sayn-Hachenburg als Residenz diente, beherbergt heute die Hochschule der Deutschen Bundesbank. Die wechselvolle Geschichte sowie die bauliche Entwicklung des Schlosses sind Thema des nun vorliegenden H. 7 der Schriften des Stadtarchivs Hachenburg. Das 64 Seiten umfassende, mit zahlreichen Farbaufnahmen und hier erstmals veröffentlichten Plänen versehene Heft wird im Rahmen einer Vortragsveranstaltung mit Bildpräsentation im Löwensaal des Vogtshof vorgestellt.

Folgen Sie dem Stadtarchivar auf einer spannenden Zeitreise vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Lernen Sie den Auftraggeber des barocken Prachtbaus, Georg Friedrich, Burggraf von Kirchberg, Graf zu Sayn und Wittgenstein, seinen Architekten, Julius Ludwig Rothweil, sowie die Bewohner des Schlosses kennen.


Hachenburger Kinderhaus auf dem Weg zur plastikfreieren Welt.

Hachenburg. Die „Bewohner“ des Hachenburg Kinderhauses leben in und mit der Natur. Davon zeugen das großen Außengelände und zahlreiche Besuche in Wald und Feld. Hier lernen die Kinder Achtsamkeit und Vorsicht in der Natur.

Auch die Erwachsenen sollen auf die Umwelt achten. So hat sich das Team des Kinderhauses auf den Weg gemacht und Handlungsfelder unter die Lupe genommen. Einige Ergebnisse zur Vermeidung von Plastik sind bereits vorzuweisen. Die Lebensmittel für die Mittagsverpflegung werden weitestgehend ohne Verwendung von Plastikverpackung bei ortsansässigen Lieferanten bestellt. Eine Rückfrage beim Lieferanten der Reinigungsmittel – wie Bodenreiniger, Fensterreiniger und Waschmittel o.Ä. – ergab, dass die verwendeten ebenfalls weitgehend (mikro)plastikfrei seien und andere nunmehr ausgetauscht werden. Auch in der Spielewelt findet man reichlich Plastik. Dies wird der nächste Bereich sein, der in Angriff genommen wird.
Schritt für Schritt zu einer naturfreundlicheren Welt.


Erster Abschnitt des Spielplatzes am Rothenberg feierlich eingeweiht

Am letzten Wochenende im Oktober konnte der erste Abschnitt des Spielgeländes am Rothenberg an die künftigen Nutzer übergeben werden. Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung, zu der trotz regnerischem Herbstwetter viele Kinder mit ihren Eltern aus den benachbarten Wohngebieten gekommen waren, wurde der Spielplatz feierlich mit Stadtbürgermeister Stefan Leukel eingeweiht. Nachdem zunächst die Kinder das Band durchgeschnitten hatten, wurden schnell die neuen Spielgeräte in Beschlag genommen und die Balancierbaumstämme von den Kindern künstlerisch bemalt. Mit guter Laune und Kreativität trotzen die Kinder dem Regen. Daneben standen für die Eltern und Kinder kleine Snacks und Getränke in den aufgestellten Pavillons bereit.

Zweiter Bauabschnitt wird angegangen

Im ersten Abschnitt wurden hauptsächlich Spielelemente für Kleinkinder hergestellt. Nun sollen die Arbeiten für den zweiten Abschnitt bald beginnen, nachdem der Stadtrat in seiner letzten Sitzung grünes Licht dafür gegeben hatte. Für diesen Abschnitt sind eine Kletterlöwenburg, eine Gehölzversteckinsel, ein Sandspielbereich mit Sandspielelement und Sandbagger sowie ein Karussell für größere Kinder vorgesehen. Die geschätzten Baukosten für den zweiten Abschnitt belaufen sich auf 89.000 EUR. Die Ideen für den Spielplatz am Rothenberg wurden zuvor bei einem Workshop mit den künftigen Nutzern erarbeitet und anschließend vom Planungsbüro RU-Plan geplant.


Errichtung eines Pumptracks

Auf Einladung von Stadtbürgermeister Stefan Leukel stellte der zehnjährige Anton Orthey das Projekt „Pumptrack in Hachenburg“ vor.Bei einem Pumptrack handelt es sich um eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, die als Rundkurs angelegt wird. Durch gezielten Körpereinsatz wird auf der welligen Streckenführung Geschwindigkeit aufgebaut und die Installation von Steilwandkurven und Sprungelementen fördern den Fahrspaß. Bei einer entsprechenden Oberflächengestaltung können diese Anlagen auch mit Skateboards und Inline-Skates befahren werden. Insgesamt dient eine solche Anlage der Bewegungsförderung für Jung und Alt.In seiner Präsentation ging Anton Orthey auch auf bereits bestehende Anlagen in anderen Kommunen ein. Zahlreiche Bilder und Videos rundeten die Präsentation ab. 

Dass dieses Projekt auch bei den übrigen Kindern einen hohen Stellenwert einnimmt, zeigt die an Stadtbürgermeister Leukel überreichte Unterstützerliste mit rd. 800 Unterschriften.

Inzwischen hat auch die Landesschau Rheinland-Pfalz hat einen Beitrag zum Thema "'Nicht schwätzen, sondern machen!': Zehnjähriger setzt Mountainbike-Strecke in Hachenburg durch" erstellt. Hier können Sie den Beitrag sehen!


50 Jahre Eingemeindung

Im Jahr 1969 hat es viele bedeutende Ereignisse gegeben: Willy Brandt hat Kurt Georg Kiesinger als Bundeskanzler abgelöst, Gerd Müller war Bundesligatorschützenkönig, und Adamo sang „Es ging eine Träne auf Reisen“. Und ebenfalls vor 50 Jahren musste Altstadt ihre Selbständigkeit aufgegeben und ist in die Stadt Hachenburg eingemeindet worden.
Mit Wirkung vom 7. Juni verlieren 325 rheinland-pfälzische Gemeinden im Zuge einer Verwaltungsreform ihre Selbständigkeit. Zugleich werden die bisher 39 Landkreise auf 28 reduziert.
Lange nachdem Altstadt schon ein eigenes Gemeinwesen bildete, erfolgte erst 1656 unter der Regentschaft von Graf Salentin die kirchliche Trennung Hachenburgs von der Altstädter Mutterkirche. Viele Prozessakten überliefern uns häufige Grenzstreitigkeiten zwischen der neuen und der alten Stadt. Diese fanden erst nach der exakten Festlegung der Gemeindegrenzen im ausgehenden 18.Jahrhundert ein Ende. Ihre letzte Ruhe fanden Hachenburger und Altstädter bis zum Anfang des 19.Jahrhunderts auf dem hiesigen Kirchhof. Nach dem Zerfall und dem Abbau der Stadtmauer dehnte sich die Stadt immer mehr in Richtung Altstadt aus. Als Mittelpunkt des verhältnismäßig großen Kirchspiels und auch als wirtschaftlich gesunde Zivilgemeinde konnte Altstadt bis 1969 seine Eigenständigkeit erhalten. Aber auch nach dem Verlust der kommunalen Eigenständigkeit bewahrten die Altstädter ihre Eigenheiten.
Die Altstädter verteidigten ihre Eigenständigkeiten aber auch im kirchlichen Bereich bis in die jüngste Vergangenheit, wie zwei Beispiele deutlich machen:

So war bei der alljährlichen Fronleichnamsprozession den Altstädtern nicht der Ehrgeiz zu nehmen, den größten und schönsten Altar mit enormem Einsatz auf dem Neumarkt zu errichten. Demgegenüber ließ sich der katholische Ehrgeiz von Hachenburg diesbezüglich als recht kümmerlich bezeichnen. Beim Sonntagsgottesdienst war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass der mittlere Bogen der Seitenempore, der den optimalen Ausblick bot, den jungen Männern aus Altstadt vorbehalten war. Selbst dem frömmsten Hachenburger Jüngling wurde nicht erlaubt, hier dem Gottesdienst beizuwohnen. Vieles unserer gemeinsamen Geschichte ließe sich noch erzählen, aber alles hat ein Ende – so auch die kommunale Selbständigkeit unserer Gemeinde. Auch ein überzeugendes Votum für die Eigenständigkeit konnte die Eingemeindung nicht verhindern. Ein Verwaltungsakt machte 1969 die Altstädter nach 600 Jahren wieder, wenn auch mit Wehmut, zu Hachenburgern.
Jetzt hatten manche Städtische Probleme mit der „Wiedervereinigung“. Eltern, deren Kinder wegen der räumlichen Nähe die Altstädter Grundschule besuchen sollten, lehnten dieses Angebot entrüstet ab. Stadtkinder in die Dorfschule, das war nicht vorstellbar. Doch die Zeit heilt alle Wunden. Heute ist man schon in unserem Städtchen davon überzeugt, und manche Mutige sagen es auch laut: „Die besten Hachenburger sein de Aalstärrer“.
Auch wenn die Geschichte von Altstadt und Hachenburg eng miteinander verbunden ist, so haben sich bis heute feine Unterschiede erhalten. So ist die Tatsache, dass die Stadt ihre Wurzeln im heutigen Ortsteil hat, Ursache für die vielen Besonderheiten zwischen Hachenburgern und Altstädtern.  Alteingesessene Altstädter gingen oder gehen nicht, wie im Umland, nach Hachenburg oder no (nach) Stadt. Altstädter gehen immer noch en (in) de (die) Stadt.
Dies zeigt jedoch auch, dass es noch lebens- und liebenswert ist und sich wohltuend von der um sich greifenden Anonymität abhebt, in Altstadt und Hachenburg daheim zu sein. Wir wünschen uns weiterhin ein gutes Miteinander, so wie es in jeder harmonischen Verwandtschaft praktiziert wird: Kleine Bosheiten und Freundlichkeiten müssen stets gleichmäßig verteilt sein.
„Einblicke in die ALTSTÄDTER GESCHICHTE überliefert und erlebt“, hervorragend und mühevoll zusammengestellt von Franz-Paul Jäger 1999 vor genau 20 Jahren zu unserm 800jährigen Jubiläum. Dieser Chronik durfte ich meine Beiträge entnehmen. Leider sind heute keine Exemplare mehr vorhanden, doch aufgrund von vielen Nachfragen ist eine Neuauflage geplant.
Mein Vorgänger Wilfried Breuer, Ortsvorsteher in Altstadt von 1994 – 2009, weist in dieser Chronik darauf hin, dass wir Altstädter schon immer ein besonderer Menschenschlag waren und unser Ortsteil für seine Bewohner die Bedeutung von Heimat widerspiegelt.
Auch der damalige Stadtbürgermeister/MdL und heutiger Landtagspräsident Hendrik Hering bezeichnet Altstadt als das „liebenswerte Dorf in unserer Stadt“ und gibt zu: Ohne die Altstadt wäre Hachenburg weniger liebenswürdig und den Hachenburgern würde etwas fehlen. Weiterhin gibt er an, dass der Charme der Stadt Hachenburg unter anderem darin liegt, dass sich mit der Altstadt innerhalb der Stadt ein typisches Westerwälder Dorf mit all seinen Liebenswürdigkeiten erhalten hat. Trotz des Zusammenschlusses mit der Stadt hat sich in der Altstadt ein eigenes Vereinsleben und eine funktionierende Dorfgemeinschaft erhalten. Bei den Altstädtern existiert eine menschliche Natürlichkeit und Herzlichkeit, die man sonst nur in wenigen Gemeinden im Westerwald noch findet.
Wir sind besonders stolz auf unsere zahlreichen aktiven örtlichen Vereine, die kulturelle Träger unserer Dorfgemeinschaft sind. Auch das Engagement unserer Grundschule ist vorbildlich und in besonderer Weise mehr als lobenswert.
Zahlreiche Firmen der verschiedensten Branchen haben sich in Altstadt angesiedelt. Einige mittelständische Betriebe haben sich zu weltweit agierenden Unternehmen entwickelt. Das Gewerbegebiet B413/ Gemarkung Altstadt wird aktuell vermarktet und es haben sich bereits  neue Unternehmen an dieser Stelle niedergelassen.

Am 28.Mai 1969 wurde der Auseinandersetzungsvertrag zwischen der Stadt Hachenburg von dem damaligen Bürgermeister Wilfried Seide und der Gemeinde Altstadt Bürgermeister Paul Jäger unterzeichnet. Somit war gewährleistet, dass der Ortsteil Altstadt auch weiterhin seine Eigenständigkeit beibehalten durfte.

Satzung der Stadt Hachenburg:

§ 2 Ortsbezirke

(1) Für den Stadtteil Altstadt wird ein Ortsbezirk gebildet.

(2) Die Zahl der Mitglieder des Ortsbeirates Altstadt beträgt 7.

(3) Aufgaben des Ortsbeirates Altstadt.

     a) Der Ortsbeirat Altstadt hat die Belange des Ortsbezirkes Altstadt zu wahren und die    

         Gemeindeorgane durch Beratung, Anregung und Mitgestaltung zu unterstützen.

     b) Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen Fragen, die den Ortsbezirk berühren, vor der

         Beschlussfassung durch den Stadtrat zu hören (Beratung des Haushaltsplanes sowie

         bei der Aufstellung von Bebauungsplänen, die den Stadtteil Altstadt betreffen).

 

Unsere Altstadt ist in den letzten Jahren deutlich aufgewertet worden. Die Grundschule wurde restauriert und ist heute sicher eines unserer schönsten Gebäude. Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt und der Beseitigung sowie der Renovierung zahlreicher, maroden Gebäude haben wir eine historische Chance genutzt.
Aufgrund der positiven Entwicklung ist auch die Anzahl der Einwohner im Ortsteil Altstadt, entgegen dem demographischen Trend, stark angestiegen.
Sicher werden wir zu gegebener Zeit, bei den noch anstehenden Festen in Altstadt, auch auf das besondere Jubiläum der Eingemeindung zur Stadt Hachenburg hinweisen.

Anne Nink, Ortsvorsteherin

 


Sportstätten, Lichterfeste und Vereinsförderung – ein kurzer Rückblick auf die achtjährige Amtszeit des Bürgermeisters Wilfried Seide

Ende August 1973 wurde in einem Festakt auf Schloss Hachenburg nach achtjähriger Dienstzeit Bürgermeister Wilfried Seide verabschiedet. In der 2011 von Stefan Grathoff vorgelegten Stadtgeschichte von Hachenburg finden sich an zahlreichen Stellen Hinweise auf das Wirken des Hachenburger Stadtoberhaupts. Artikel in der Westerwälder Zeitung dokumentieren eindrucksvoll das Engagement Wilfried Seides, das offenbar von so mancher kontroversen Diskussion innerhalb des Stadtrats begleitet wurde.

Vor kurzem konnte Stadtbürgermeister Stefan Leukel die Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Wilfried Seide, Waltraud Seide und ihren Sohn Peter, der noch in Hachenburg zur Schule ging, im Rathaus begrüßen.

Diesen Besuch nahm Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff zum Anlass, die Spuren in der Stadt, die sich mit dem Namen Seides in Verbindung bringen lassen, noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Vor dem Hintergrund städtebaulicher Planungen der Nachkriegszeit sei hier u.a. auf die Erschließung der Baugebiete Rothenberg, Taubhaus und Gerberweg sowie auf Diskussionen bezüglich der Stadtkernsanierung verwiesen.

Oberhalb der Stadt entstand zwischen 1970 und 1972 der Hochbehälter „Helenenruhe“ und 1972 wurden drei Tiefbrunnen in der „Lutherschneide“ erschlossen. Am 17. April 1972 erfolgte in Anwesenheit des Bürgermeisters Seide die Grundsteinlegung zur Hauptschule, die am 9. August 1973 ihre Pforten öffnete. Zu den kostenintensiven Projekten, die zu Beginn der 1970er Jahre realisiert wurden, gehört ferner der Bau der Rundsporthalle, die Anfang November 1972 nach einjähriger Bauzeit vollendet wurde. Ein Jahr zuvor, am 22. Oktober 1971, übergab Wilfried Seide die neu errichtete Kleinschwimmhalle ihrer Bestimmung und eineinhalb Jahrzehnte später sollte dort Mitte der 1980er Jahre ein modernes Freizeitbad (Löwenbad) entstehen. Gelegentlich griff Wilfried Seide offenbar auch auf Konzepte aus seiner Zeit als Kurdirektor von Bad Nendorf zurück. So z.B. bei der Einführung der „Lichterfeste“, die Anfang der 1970er Jahre im Burggarten stattfanden. Abschließend sei noch an die Anlage des Sportplatzes sowie des Sportheims an der Alpenroder Straße (Einweihung am 30. August 1970) sowie die drei Jahre zuvor erfolgte Übergabe der neuen Tennisplätze im Burggarten erinnert. Im Kontext der Umgestaltung des Burggartens für die bevorstehende 650-Jahrfeier der Stadt Hachenburg mussten 1963 die bereits 1899 entstandenen öffentlichen Tennisplätze im Burggarten weichen. 1966 begannen die Bauarbeiten zu neuen Sportanlagen auf dem Platz des heutigen „unteren Parkdecks“ oberhalb der Minigolfanlage und am 1. Mai 1967 übergab Bürgermeister Wilfried Seide die drei neuen Spielstätten des traditionsreichen Tennisvereins Hachenburg der Öffentlichkeit.


Hachenburger Kinderhaus erhält Qualitätssiegel

In zahlreichen Kindertagesstätten ist Bewegung schon zum grundlegenden Prinzip der Entwicklungsförderung geworden. Mit dem landesweiten Qualitätssiegel zeichnet der Verein Bewegungskindertagesstätte Rheinland-Pfalz e.V. Kindertageseinrichtungen aus, die der ganzheitlichen Förderung durch Bewegung und Spiel eine hohe Bedeutung beimessen. Das pädagogische Konzept einer Bewegungskita beinhaltet, dass die körperlich-motorische, geistige, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder besonders durch vielfältige Angebote in Bewegung und Spiel nachhaltig unterstützt wird.

 

Der Kindertagesstätte „Hachenburger Kinderhaus“ wurde nun das landesweit anerkannte Qualitätssiegel „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ verliehen. Stadtbürgermeister Stefan Leukel, die Leitung des Kinderhauses Claudius Börgerding sowie die beiden Psychomotorikfachkräfte Larissa Gartfelder und Sabrina Wolf, freuten sich, dass sie nach erfolgreicher Erfüllung aller Qualitätskriterien das begehrte Qualitätssiegel aus den Händen von Anneli Fix (Turnverband Mittelrhein) entgegennehmen durften. Fix würdigte in ihrer Laudatio die Leistungen des Kita-Teams, das auf seinem Weg zur Bewegungskita nicht nur besondere Qualifikationen im Bereich „Entwicklungsförderung durch Bewegung“ bei Fortbildungen erworben hat, sondern dem es gelungen ist, im pädagogischen Konzept und Alltag, viel freie Bewegungs- und Spielzeit für die Kinder, täglich angeleitete Bewegungseinheiten sowie wöchentliche Bewegungsstunden zu verankern. Zudem verfügt das Hachenburger Kinderhaus über eine kindgerechte und bewegungsfreundliche Ausstattung der Innen- und Außenbereiche, engagiert sich in der Netzwerkarbeit mit sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen und hat Vorbild- und Multiplikatorenfunktion für andere Einrichtungen.

„Bewegungskitas sehen Bewegung und die Bewegungsfreude der Kinder als Grundlage für Bildung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung. Bewegung und Spiel als verbindende Elemente leisten aber auch einen wertvollen Beitrag zur Integration von Kindern in Kitas sowie in unsere Gesellschaft und tragen damit zur Chancengleichheit von Kindern bei. Die ‚Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz‘ stellen ebenfalls die besondere Bedeutung der Bewegung heraus. Die Auszeichnung soll das besondere Konzept und das Engagement bei der Umsetzung sichtbar würdigen und so andere Einrichtungen motivieren, diesen Vorbildern nachzueifern“, so die Ministerin für Bildung, Dr. Stefanie Hubig.

Als Bewegungskita zeigt das Hachenburger Kinderhaus nun auch nach außen, dass es einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und gegen Bewegungsmangel leistet sowie Bildungsinhalte bewegt gestaltet.