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Wie Hachenburg früheren Epidemien getrotzt hat

Stadtarchivar zeigt Parallelen und Unterschiede zwischen Corona und früheren Pestzeiten auf

Von Dr. Jens Friedhoff (Stadtarchiv Hachenburg)

 

Als ich einmal frühmorgens am Fenster der Sakristei von San Vigilio stand, sah ich eine Frau zum Grab ihres Mannes gehen, der tags zuvor gestorben war. Und ich sah, wie sie beim Beten selbst tot zusammenbrach und sie [darauf hin] neben ihrem Mann beerdigt und ins Grab gelegt wurde. Wie ein Schaf wurde sie ohne Bare beigesetzt. Es gab auch keinen, der gesungen hätte. Und ich kann berichten, dass durch derartige Ereignisse in der Bevölkerung eine solche Panik entstand, dass viele Wohlhabende mit ihren Familien auf die Dörfer flohen und die Häuser, die ihnen gehören, zurückließen. Und die Christen gingen einander aus dem Weg wie der Hase dem Löwen oder ein Gesunder dem Aussätzigen“. Die hier zitierte Passage aus der von Klaus Bergdolt bearbeiteten, 1989 in Heidelberg erschienenen Quellensammlung zur Pest von 1348 in Italien, schildert eindrucksvoll die Wahrnehmung der sich rasch ausbreitenden Seuche, die am 2. Juni 1348 die oberitalienische Stadt Trient erreicht hatte. Gegenwärtig sind es die erschütternden Berichte von italienischen Militärkonvois, die die zahlreichen, dem Corona-Virus erlegenen Opfer zu Krematorien transportieren. Vieles scheint sich im Laufe der Jahrhunderte zu wiederholen: Die sich „aus dem Weg gehenden“ Menschen 1348 und das behördlich verordnete Kontaktverbot der Bundesregierung, dass eine weitgehende Einschränkung sozialer Kontakte bedingt und auf die Verminderung des Anstiegs der Infektionen mit SARS-CoV2 zielt.

Die Historiker Gerhard Fouquet und Gabriel Zeilinger wählten in ihrer 2011 erschienenen Publikation „Katastrophen im Spätmittelalter“ für das Kapitel zur Pandemie von 1347 bis 1352 die Kapitelüberschrift „Epidemien und kein Ende“, und schildern anhand ausgewählter Schriftquellen (Urkunden, Berichte und Chroniken) eindrucksvoll, die Wahrnehmung der großen Pestwelle im Spätmittelalter, rekonstruieren den Weg der Seuche, die von Asien ausgehend über die Handelswege Europa erreichte. Im Schwarzmeerhafen Caffa, dem heutigen Feodosia auf der Krim kamen europäische Kaufleute in direkten Kontakt mit der Krankheit. Aus dem östlichen Mittelmeerraum brachten genuesische Galeeren die Seuche in die Häfen der iberischen Halbinsel und Italiens. Vom sizilianischen Messina aus wurden 1348 die Häfen in Pisa, Genua, Venedig, Marsailles und Barcelona infiziert und im April 1348 erreichte der „Schwarze Tod“ die italienische Metropole Florenz. Ebenfalls über den Seeweg gelangte die Pest in die in der Gascogne gelegenen, damals von England beherrschten Häfen Bordeaux und Bayonne. Von dort aus stieß sie im Juni 1348 in den Norden Europas vor. Über See und das engmaschige Netz der Handelswege hielt die Epedemie u. a. Einzug in Köln, Hamburg, Lübeck und Nowgorod, Zentren des bedeutenden Hansehandels. 1352 erfasste die Pest schließlich Moskau.

 

Die Pest wurde im Mittelalter als Zorn Gottes gedeutet

Auch im Territorium der Grafen von Sayn und der Stadt Hachenburg fielen dem „Schwarzen Tod“ zahlreiche Menschen zum Opfer. Wie erklärten sich die Menschen des Mittelalters die schreckliche Krankheit? Die Pest wurde Mitte des 14. Jahrhunderts – wie auch in späteren Zeiten – als Zorn Gottes gedeutet und in Hachenburg sowie zahlreichen Städten traf der blinde und unbegründete Hass der Bevölkerung vor allem die jüdischen Mitbewohner, die so genannten Pestpogromen zum Opfer fielen. Zahlreiche jüdische Gemeinden wurden ausgelöscht und es sollte mancherorts – so auch in Hachenburg – Jahrhunderte dauern, bis sich erneut Menschen jüdischen Glaubens erneut in den Städten ansiedelten.

Auch in den nachfolgenden Jahrhunderten berichten die Quellen von zahlreichen, die Stadt Hachenburg und ihr Umland heimsuchenden Epidemien. So z.B. 1457, als zwei Zisterziensermönche aus Marienstatt durch das von „der Pestilenz“ betroffene Land zogen. Nur wenige Jahre später, 1469, verließ die gräfliche Familie von Sayn fluchtartig Schloss Hachenburg, um sich vor der Pest in Sicherheit zu bringen. In einer 1470 erlassenen Städteordnung reagierte man schließlich auf die zum Teil verheerenden hygienischen Missstände in der dicht bebauten Stadt Hachenburg: Schweine sollten nicht mehr frei durch die Stadt laufen, Brunnen und Wasserstellen sollten ebenso wie die Straßen und Plätze gereinigt werden. 1530/31 bescherte eine pestartige Krankheit der kleinen saynischen Residenzstadt erhebliche wirtschaftliche Einbußen. Zolleinnahmen und sonstige Abgaben gingen zurück und der Landesherr floh nach Altenkirchen. Knapp vier Jahrzehnte später wurde das Kirchspiel Altstadt von der Pest heimgesucht: Im Kirchspielort Altstadt beklagte man den Tod von 48 Einwohnern, während in Hattert und weiteren Nachbarorten mehr als 100 Personen starben. Auch wenn für Hachenburg keine konkreten Opferzahlen überliefert sind, ist von einem Übergreifen der Seuche auf die Stadt auszugehen: 1570 war „nach dem jüngsten großen Sterben“ erneut ein Anstieg der Bevölkerungszahlen zu verzeichnen.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden die Stadt Hachenburg und die Grafschaft Sayn nicht nur durch den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) mit Einquartierungen und Plünderungen heimgesucht, sondern in dessen Gefolge hielt die Pest unter der Stadt- und Landbevölkerung reiche Ernte. Bereits 1612 floh der Hachenburger Bürgermeister Leuth am 8. August vor der Pest nach Atzelgift. Sein Stellvertreter Bernhard Faßbender ließ Holz für Särge bereitstellen und der Hinweis, dass die „Herbstmärkte“ in der Stadt nur schwach besucht wurden, erlaubt den Rückschluss, dass die Seuche die Stadt den gesamten Sommer heimsuchte. Der Zusammenhang zwischen den Epidemien und den mangelhaften hygienischen Zuständen haben die Menschen des 17. Jahrhunderts zwar durchaus erkannt, die Ursache für die Pest war jedoch noch nicht entdeckt. Auf Befehl des Grafen von Sayn versuchte man den „Pesthauch“ durch Räucherfässer zu vertreiben. Als 1626 Hachenburg erneut von der in der benachbarten Grafschaft Nassau-Dillenburg ausgebrochenen Pest heimgesucht wurde, schloss man mit dem Pächter der außerhalb der Stadtmauer gelegenen „Freiheitsmühle“ am Oberbach einen Vertrag, in dem er sich verpflichtete „etliche Pestkranke“ gegen Entgelt in seine Behausung aufzunehmen. Der für 1599 belegte Flurname „Siechhäusgen“ belegt die Existenz einer solchen Einrichtung im Osten der Stadt. Das Siechenhäuschen diente zur Unterbringung von Kranken. 1624, 1626 und 1633 ist erneut von dem städtischen Siechenhaus in der Nähe der Linde beim Schießrain die Rede. Als die Pest  1636 Hachenburg erneut erreichte, fielen ihr vor allem zahlreiche Frauen und Teile der älteren Stadtbevölkerung zum Opfer.

 

Schultheißen führen Listen über Reisebewegungen der Bürger

Nach dem Dreißigjährigen Krieg reagierte der Landesherr, Graf Ernst Salentin von Manderscheid-Blankenheim Graf zu Sayn, mit der von ihm 1665/66 erlassenen Pestordnung auf die Verbreitung der Seuche in benachbarten Regionen. Am 4. September 1665 erging an die Stadtwachen der Befehl, nur noch Personen mit schriftlichen Zeugnissen in die Stadt zu lassen, aus denen hervorging, dass sich diese nicht in den von der Pest heimgesuchten Orten aufgehalten hätten. Die Tore wurden nachts geschlossen. Ferner wurden die mit zwei Schlagbäumen versehenen Zufahrtswege zur Stadt bei Tag und Nacht streng bewacht und Hachenburger Bürgern wurde unter strenger Strafandrohung untersagt sich in die von der Pest betroffene Grafschaft Berg oder die Stadt Köln zu begeben. Den Schultheißen als Vorsteher der Gemeinden oblag die Aufgabe Listen über Reisebewegungen zu führen. Aus einem zweiten gräflichen Edikt vom 12. August 1666 ist ersichtlich, dass die Epidemie als Strafe Gottes für irdisches Fehlverhalten interpretiert wurde. Vordringliches Ziel war es, den Frieden innerhalb der Stadt zu wahren und Buße zu tun. Die Hachenburger wurden zu vermehrtem Kirchgang und zum regelmäßigen Besuch der Messen angehalten. Tanzen und übermäßiges „Zechen“ in den Wirtshäusern wurde unter Strafe gestellt. Neuerkrankungen sollten umgehend gemeldet sowie Maßnahmen zur Versorgung der Stadt mit Medizin und Nahrungsmittel eingeleitet werden. Das Krisenmanagement der gräflichen Regierung befürwortete Kredite für die von den Auswirkungen der Epedemie betroffenen Untertanen vor. Sofern sie nicht in der Lage sein sollten, diese zürückzuzahlen sollten die Fehlbeträge durch die Gemeinden ausgeglichen werden.

Der hier vorgelegte kleine Exkurs zum „schwarzen Tod“, der in der Mitte des 14. Jahrhunderts im gesamten mittelalterlichen Europa reiche Ernte hielt sowie zu den Pestwellen, die vom 15. bis zum 17. Jahrhundert die Stadt Hachenburg und ihr Umland heimsuchten, zeigt deutlich in welch starkem Maße die Bevölkerung derartigen Katastrophen ausgesetzt waren. Deutlich erkennbar sind die Parallelen zur gegenwärtigen CORONA-Krise: Die Ausbreitung der Krankheit über die eng verflochtene Handelswege sowie zahlreiche Kommunikationsstränge, der Versuch seitens der Landesherren durch „Grenzschließungen“ sowie die Isolation der Infizierten (Siechenhäuser) dem massenhaften Sterben vorzubeugen und den wirtschaftlichen Schaden der Betroffenen durch die Vergabe von Krediten zu mindern. Im Unterschied zu der gegenwärtigen Situation waren unsere Vorfahren jedoch den Epidemien infolge der zum Teil katastrophalen hygienischen Verhältnissen in den Städten und auf dem Land sowie der fehlenden medizinischen Versorgung hoffnungslos ausgeliefert. Zeugnisse dieser „dunklen Zeiten“ liegen in den zahlreichen überlieferten Schriftquellen vor, die uns zwar keine konkreten Opferzahlen bieten, jedoch eindrucksvoll das Schicksal der Menschen schildern. Mancherorts künden auch bauliche Hinterlassenschaften von derartigen Katastrophen. So etwa barocke Pestsäulen oder anlässlich der überstandenen Pest gestiftete Kapellen. So blieb beispielsweise im Norden des Kreises Altenkirchen oberhalb der Wildenburg die kleine, unscheinbare, dem „Pestheiligen“ Rochus geweihte Kapelle erhalten, die uns die im Wildenburger Land grassierende Pest in Erinnerung ruft. 

Das Bild zeigt die dem Pestheiligen Rochus geweihte Kapelle bei Friesenhagen im Wildenburger Land (Kreis Altenkirchen). Foto: J. Friedhoff


Online-Anmeldung möglich für kostenlose Büchereinutzung

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen

 

Um auch Bürgern, die bisher noch nicht Nutzer der Stadtbücherei sind, den Zugang zu unserer virtuellen Zweigstelle, der Onleihe, zu ermöglichen, richtet die Stadtbücherei ab sofort bis auf Widerruf auf Antrag per E-Mail einen auf zwei Monate begrenzten kostenlosen Zugang zur Nutzung von elektronischen Medien ein. Dieses Angebot gilt für Bewohner der Region.

 

Für die Registrierung und Verarbeitung Ihrer Daten benötigen wir ein beidseitiges Foto Ihres Personalausweises. Dieses schicken Sie bitte per E-Mail an stadtbuecherei@hachenburg.de. Sie erhalten von uns dann eine gültige Benutzernummer, mit der Sie sich auf www.onleihe-rlp.de anmelden und Bücher, Hörbücher, Zeitschriften usw. herunterladen können.

 

Nutzen kann man die Onleihe auf dem PC, am Tablet oder Smartphone oder mit einem E-Book- Reader. Eine Hilfe Seite erklärt die Anwendung mit ausführlichen Beschreibungen, auch Video-Anleitungen findet man dort. Alle Informationen auf www.onleihe-rlp.de


Stadt Hachenburg: Stadterneuerung nimmt Fahrt auf

Für das Programmjahr 2020 stehen der Stadt 500.000 Euro Bundes- und Landesmittel zur Verfügung.

Wie Stadtbürgermeister Stefan Leukel informiert, hat die zuständige Genehmigungsbehörde, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Koblenz, mitgeteilt, dass im Programmjahr 2020 der Stadt Hachenburg Bundes- und Landesmittel in Höhe von 500.000 Euro bereitgestellt werden. Mit den Fördermitteln können, inklusive des städtischen Eigenanteils von rund 166.700 Euro, Maßnahmen in den kommenden Jahren mit Kosten bis in Höhe von 666.667 Euro finanziert werden.

Seit 2017 wird die Stadt Hachenburg mit dem Sanierungsgebiet „Stadtkern II“ im Rahmen des Förderprogramms „Städtebauliche Erneuerung“ - „Nachhaltige Stadt – Wachstum und nachhaltige Entwicklung (STU)“, ehemals Stadtumbau, gefördert.

An Einzelmaßnahmen stehen neben der Umgestaltung des Burggartens und Planungskosten für Baumaßnahmen auch einzelne Grunderwerbe, die Schaffung eines Parkplatzes im Bereich des Johann-August-Rings sowie die Förderung privater Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an.

„Die anstehenden Maßnahmen können somit weiter konkretisiert, zügig angegangen und eine nachhaltige Stadtentwicklung damit forciert werden“, so Leukel.

In diesem Zusammenhang möchte die Stadt auf das Beratungsangebot für die Eigentümer von Immobilien im Stadtkern hinweisen. Gerne stehen Herr Jahn, MAP Consult, Oppenheim (Telefon: 06133 926343, E-Mail m.jahn@map-consult.de) und Frau Lück, Verbandsgemeinde Hachenburg (Telefon: 02662 801176, E-Mail: k.lueck@hachenburg-vg.de) für Gespräche zur Verfügung.


Zusammen gegen Corona - #WirBleibenZuhause

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die Corona-Pandemie hat uns weiterhin im Griff. Damit sind zahlreiche Einschränkungen verbunden, die notwendig sind, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Risikogruppen zu schützen.

In diesem Zusammenhang sind auch die städtischen Einrichtungen bis auf weiteres geschlossen und Veranstaltungen abgesagt worden. Dennoch sind die Kolleginnen und Kollegen weiterhin für Sie da.

Hier ein kleiner Überblick:

 

Stadtbücherei Werner A. Güth: Onleihe rund um die Uhr geöffnet

Alle derzeit in der Stadtbücherei Werner A. Güth ausgeliehenen Medien wurden unabhängig von der Dauer der Schließzeit bis zum 30.04.2020 verlängert. Ebenfalls bis zum 30.04. kostenlos verlängert wurden alle Büchereiausweise, die nach dem 09.03. ablaufen.

Unsere Onleihe unter www.onleihe-rlp.de bleibt natürlich nach wie vor 24/7 geöffnet. Für das Herunterladen der E-Books, E-Audios und E-Magazines wird ein gültiger Büchereiausweis benötigt.

Wer sich neu für einen Büchereiausweis anmelden möchte, schickt bitte Fotos von beiden Seiten des Personalausweises per E-Mail an: stadtbuecherei@hachenburg.de. Aufgrund der besonderen Situation erstellen wir derzeit kostenlos einen Büchereiausweis mit einer Gültigkeit von zwei Monaten. Dieses Angebot gilt für Bewohner der Region, weitere Einzelheiten dazu unter www.stadtbuecherei-hachenburg.de.

 

Hachenburger KulturZeit: Nicht-erstattete Hard-Tickets helfen Künstlern

Immer mehr KulturZeit-Gäste verzichten auf die Erstattung ihrer Hard-Tickets für die ausfallenden Veranstaltungen – obwohl sie dazu Gelegenheit hätten. Stattdessen soll der ursprüngliche Eintrittspreis den Künstlern zukommen, die durch die zahlreichen Veranstaltungsabsagen in eine schwierige Situation kommen.

Über dieses Zeichen der Solidarität freuen wir uns als Veranstalter sehr und sichern zu, dass der Gegenwert von jedem nicht erstatteten Hard-Ticket eins zu eins an die Künstler weitergegeben wird.

Außerdem arbeiten wir momentan an einer kleinen Überraschung, die man perfekt zuhause genießen kann. Dazu demnächst mehr.

 

Stadtverwaltung koordiniert Einkäufe

Um Mitbürgerinnen und Mitbürger zu unterstützen, die keine nahen Verwandten oder Freunde haben, die für sie einkaufen können, organisiert die Stadtverwaltung Lebensmitteleinkäufe. Wer Unterstützung benötigt kann sich gerne unter der Telefonnummer 02662-958341 melden.

 

Stadtverwaltung Hachenburg telefonisch und elektronisch für Sie erreichbar

Gerne können Sie die Stadtverwaltung telefonisch unter 02662-958341, per E-Mail an info@hachenburg.de oder über das Kontaktformular auf der Homepage www.hachenburg.de ansprechen. Auch ist die Stadtverwaltung über WhatsApp unter der Nummer 02662-958340 sowie über Facebook erreichbar.

Lassen Sie uns jetzt und entschlossen handeln, damit wir die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamen und viele Leben retten können. Achten Sie auf Ihre Mitmenschen und halten Sie Abstand zu Anderen. Denn wer sich schützt, schützt uns alle - wir bewältigen diese Krise am besten gemeinsam.

 

Bleiben Sie gesund.

 

Ihr

Stefan Leukel
Stadtbürgermeister


Hachenburger KulturZeit sagt Veranstaltungen ab

William Wahl am 14. März, die Lesung und das Konzert mit der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano am 22. März,
das Spirituelle Festival „Frühlingserwachen“, das von 29. April bis 3. Mai hätte stattfinden sollen, sowie Anny Hartmann am 23. April.

 

Der Auftritt von Sascha Grammel ist vom 3. April auf 8. Dezember verschoben worden. Bereits gekaufte Grammel-Tickets behalten ihre Gültigkeit.

 

Die Absagen bzw. Verschiebungen beziehen sich ausschließlich auf Events, bei der die Hachenburger KulturZeit als Veranstalterin oder Mitveranstalterin auftritt.

 

Fragen und Antworten:

 

Behalten bereits gekaufte Tickets ihre Gültigkeit? 

 

Sascha Grammel: 

Ja, mit Ihrem Ticket können Sie an dem Ersatzauftritt am 8. Dezember teilnehmen.

William Wahl, Anny Hartmann sowie Lesung und Konzert mit der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano:

Die Karten für diese Events haben ihre Gültigkeit verloren. Ob und wann  Ersatztermine stattfinden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

 

Wie werden bereits gekaufte Hardtickets rückerstattet? 

 

Sollten Sie Ihre Karten über eine unserer Vorverkaufsstellen gekauft haben, nehmen wir zur Rückerstattung gerne Ihre Bankdaten auf. Bitte sehen Sie von einem persönlichen Besuch ab und werfen Sie einen Briefumschlag in den Briefkasten vor dem Historischen Rathaus in der Perlengasse 2 in Hachenburg. Natürlich können Sie uns den Brief auch per Post senden (Adresse siehe unten). Damit wir Ihnen den Ticketpreis erstatten können, müssen in den Umschlag: das Originalticket, Ihre Kontaktdaten (Name, Adresse, optional für Rückfragen Telefonnummer) und Ihre Kontodaten. Diesen Service bietet die KulturZeit bis zum 15. April an.   

 

Wie werden online gekaufte Tickets rückerstattet? 

 

Sascha Grammel - Eventim: 

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht der Ticketanbieter Eventim von direkten Rückerstattungen ab. Daher erstattet Ihnen die KulturZeit den Ticketpreis. Bitte sehen Sie dazu von einem persönlichen Besuch ab und werfen Sie einen Briefumschlag in den Briefkasten vor dem Historischen Rathaus in der Perlengasse 2 in Hachenburg. Natürlich können Sie uns den Brief auch per Post senden (Adresse siehe unten). Damit wir Ihnen den Ticketpreis erstatten können, müssen in den Umschlag: das Originalticket, Ihre Kontaktdaten (Name, Adresse, optional für Rückfragen Telefonnummer) und Ihre Kontodaten. Diesen Service bietet die KulturZeit bis zum 15. April an.  

 

 

 

 

William Wahl und Anny Hartmann – zTix: 

Der Ticketanbieter zTix wird Ihnen den jeweiligen Ticketbetrag auf das von Ihnen dort hinterlegte Bankkonto automatisch rücküberweisen.

 

KulturZeit-Pakete (mit William Wahl, Anny Hartmann und Stefan Danzinger):

Die „normalen“ KulturZeit-Pakete werden Ihnen komplett erstattet. Die Kaufpreise werden Ihnen auf Ihr Konto überwiesen. Bitte sehen Sie dazu von einem persönlichen Besuch ab und werfen Sie einen Briefumschlag in den Briefkasten vor dem Historischen Rathaus in der Perlengasse 2 in Hachenburg. Natürlich können Sie uns den Brief auch per Post senden (Adresse siehe unten). Damit wir Ihnen den Preis erstatten können, müssen in den Umschlag: die Originaltickets, Ihre Kontaktdaten (Name, Adresse, optional für Rückfragen Telefonnummer) und Ihre Kontodaten. Diesen Service bietet die KulturZeit bis zum 15. April an.  

Sollte das Event mit Stefan Danziger am 16. Mai stattfinden, würden wir auf den Kauf eines Einzeltickets verweisen.

 

 

Premium-Paket (mit Wundertüte, William Wahl, Anny Hartmann und Stefan Danzinger):

Das Wundertüte-Event ist bereits vorbei. Deshalb erstatten wir Ihnen die Preis-Differenz zwischen dem Premium-Paket und dem „normalen“ KulturZeit-Paket zurück. Das Premium-Paket, das zusätzlich die Wundertüte beinhaltete, kostete 54 Euro, das „normale“ Paket 40 Euro. Somit erhalten Sie von uns 40 Euro. Die Rückerstattungsmodalitäten können Sie den obigen Punkten entnehmen.



Stadtbücherei Werner A. Güth richtet in Hachenburg den Kreisentscheid für den Westerwaldkreis bei Deutschlands größtem Lesewettstreit aus

Auch beim 61. bundesweiten Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels beteiligen sich wieder rund 600.000 Kinder aus 7000 Schulen. Der Wettbewerb, der 1959 ins Leben gerufen wurde, ist der älteste und größte Schülerwettbewerb Deutschlands.

 

Nach den Schulentscheiden im vergangenen Herbst ging es nun darum, die Lesekünste auf Kreisebene zu messen. 16 Sechstklässler, darunter 12 Mädchen und 4 Jungen, fanden sich hierzu auf Einladung der Stadtbücherei Werner A. Güth im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg ein. Zur Unterstützung hatten sie zahlreiche Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde und Lehrer mitgebracht.

 

Die Leiterin der Stadtbücherei Delya Gorges begrüßte die Teilnehmer und ihre Begleiter sowie die fünfköpfige Jury und erläuterte die Regularien des Wettbewerbs. Sie gratulierte noch einmal allen Teilnehmern für das bisher schon Erreichte, denn jeder von ihnen sei schließlich der beste Vorleser seiner Schule und damit schon Sieger. Deshalb sollte an diesem Tag für alle das Vorleseerlebnis und nicht das Gewinnen im Vordergrund stehen, wünschte sich Gorges.

 

Für den ersten Durchgang des Vorlesens hatten sich die Schülerinnen und Schüler eine Textpassage aus einem Lieblingsbuch ausgesucht. Das breite Spektrum der mitgebrachten Schmöker reichte vom modernen Klassiker wie „Tom Sawyer“ und „Moby Dick“ bis zu aktuellen Bestsellern. Beliebte Kinderbuchreihen wie „Das magische Baumhaus“ und „Die drei !!!“ waren dabei und es fiel auf, dass Pferdegeschichten bei Mädchen noch immer hoch im Kurs stehen. Beim zweiten Durchgang galt es, einen unbekannten Text gekonnt vorzulesen. Alle Teilnehmer meisterten auch diese Aufgabe gut. Sie vermittelten an diesem Nachmittag eindrucksvoll ihre Freude am Lesen und nahmen das Publikum mit in zahlreiche Literaturwelten.

 

Der fünfköpfigen Jury - bestehend aus Matthias Budde (Vertreter der Presse), Steffen Graf (Lehrer), Sonja Merzhäuser (Lehrerin), Annette Pagel (Buchhändlerin) und Tanja Wolf (Mitarbeiterin der Stadtbücherei), kam im Anschluss die Aufgabe zu, den Sieger nach festgelegten Kriterien zu ermitteln. Gut waren sie alle, weiterkommen zum Bezirksentscheid nach Koblenz konnte jedoch nur einer der Vorlesekünstler und -künstlerinnen.

 

Der Ersten Beigeordneten der Stadt Hachenburg Pia Hüsch-Schäfer kam diesmal die schöne Aufgabe zu, am Ende der Veranstaltung allen Teilnehmern Buchgeschenke und Urkunden zu übergeben und die Sieger zu küren. Die Gewinnerin des Nachmittags hieß Sina Möller vom Gymnasium im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen. Sie überzeugte die Jury sowohl mit Ihrem mitgebrachten Buch „Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis“ von Pseudonymous Bosch als auch beim Lesen des Fremdtextes. Den zweiten Platz teilten sich punktgleich Rosa Fröhlich vom Peter-Altmeier-Gymnasium in Montabaur und Katharina Wisser vom Konrad-Adenauer-Gymnasium in Westerburg.

 

Die Westerwälder Kreissiegerin Sina Möller wird  nun am 21. April beim Bezirksentscheid in Koblenz antreten. Dort werden zwei Gewinner gekürt, die zur nächsten Etappe, dem Landesentscheid, weiterkommen, der im Mai stattfindet. Der Vorlesewettbewerb endet im Juni mit dem Bundesfinale in Berlin. Alle Informationen zum Wettbewerb unter www.vorlesewettbewerb.de


Hachenburger Kinderhaus - Kinder werden zu Filmmachern

Im Rahmen des Projektes „Ich bin Ich und Du bist Du. Gemeinsam sind Wir ein Wir.“ bearbeiteten Vorschulkinder des Hachenburger Kinderhauses die Themen „Ich“, „Du“ und „Wir“. Dabei lernten die sie den Körper kennen, beschäftigten sich mit Gefühlen, sprachen über das „Wir“, durchliefen Vertrauensübungen und es wurde darüber diskutiert, ob alle Menschen gleich oder verschieden sind. Es kam heraus, dass alle Menschen gleich, aber doch verschieden sind. Denn wir sind alle gleich, da wir alle Menschen sind und dabei etwas ganz besonders, was durch unsere Verschiedenheit kommt. Zum Abschluss des Projektes entschieden sich die Kinder einen Film zu drehen. Dieser wurde in einen Legefilm und Interviews mit den Eltern, den Kindern und weiteren Personen unterteilt. Für den Legefilm überlegten sich die Kinder eine Geschichte zum Thema „Freundschaft“ und bei dem Interview stellten die Kinder eigens überlegte Fragen zum „Wir“. Der Film wurde zusammengeschnitten und bei einem leckeren Frühstück den Eltern vorgestellt.


Mülltrennung – Wir Kinder vom Lieblingsplatz machen mit!

Im Rahmen unseres Projektes „Unser LIEBLINGSPLATZ wird grün – Nachhaltigkeitserziehung in unserer Kita“ haben wir uns mit Müll und Mülltrennung auseinandergesetzt. Nachdem wir herausgefunden haben, welcher Müll in welche Tonne gehört, wo sich die Mülltonnen in unserer Kita befinden und wir die Mülleimer in den Gruppenräumen beschriftet haben, kam als Highlight am 04.03.2020 die Müllabfuhr zu Besuch. Gemeinsam haben wir uns mit den Fragen beschäftigt, welcher Müll in welche Tonne gehört, was mit Altglas passiert und wo die Müllabfuhr den Müll hinbringt. Zudem konnten wir bisher ungeklärte Fragen an die Profis richten. Ein besonderer Höhepunkt war für uns dann die Besichtigung des Müllautos. Wir durften die Knöpfe betätigen, um die Mülltonnen zu leeren, auf die Trittbretter der Müllabfuhrmitarbeiter steigen und sogar vorne im Cockpit des Müllautos Platz nehmen. Wir hatten jede Menge Spaß und wissen jetzt genau, wie wir den Müll richtig trennen. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle nochmal an die WAB, die uns dieses tolle Erlebnis ermöglicht hat.


Buchprojekt der Stadtbücherei entstand aus Adventslesung

Am 13. Dezember 2019 folgten insgesamt 28 Kinder aus Hachenburg und Umgebung der Einladung der Stadtbücherei, an der Adventslesung, die im Rahmen des Hachenburger Weihnachtsmarkes stattfand, teilzunehmen. In weihnachtlicher Atmosphäre lauschten alle Kinder der Weihnachtsgeschichte „Die Suche nach dem Weihnachtsmann“, von Ute Fährmann, die erstmals vor einem Publikum vorgestellt wurde.

 

Die Geschichte handelt von einem kleinen Waldwichtel namens Luki, der sich auf macht, um den Weihnachtsmann zu suchen. Eine Eule, der Nordwind und ein weißer Hase helfen dem Wichtel bei der Suche und am Ende seiner aufregenden Reise findet Luki schließlich den Weihnachtsmann.

 

Die Idee eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben, hatte Ute Fährmann, Mitarbeiterin  der Stadtbücherei, bereits ein Jahr zuvor. Ein knappes Jahr später, als die Vorbereitungen der jährlichen Adventslesung in der Bücherei bereits in vollem Gange waren, bot sich die Gelegenheit, ihre eigene Geschichte vorzustellen.

Da die Weihnachtsgeschichte noch nicht illustriert war, durften die Kinder im Anschluss an die Lesung malen.

Daraufhin entstand die Idee, ein Buchprojekt ins Leben zu rufen.

Begeistert von den schönen Bildern, wählte die Autorin, passend zur Geschichte 12 Kunstwerke aus und fügte sie in den Text ein. Einige der Bilder mussten, nachdem sie eingescannt und in ein JPEG Format umgewandelt wurden, mit einem Grafikprogramm überarbeitet werden. Dabei bekam die Mitarbeiterin der Bücherei viel Unterstützung von Maike Müller (Lehrerin Realschule plus in Hachenburg). Nadja Heidrich Hoffmann unterstützte ebenfalls das Buchprojekt und korrigierte den Text. Nur durch die Zusammenarbeit und das Engagement so vieler Menschen konnte am Ende ein vorzeigbares Ergebnis in Form eines Buches entstehen, so die Autorin. Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich den jungen Künstlern, die innerhalb kürzester Zeit ein Bild passend zur Weihnachtsgeschichte malten. Leider konnten nicht alle Gemälde im Buch berücksichtigt werden.

Folgende kleine „Künstler“ haben an dem Buch mitgewirkt:

Maya Alhäuser, David Christian, Paula Geimer, Tomasz Gibas, Justus Heidrich, Clara Kienle, Romina Klein, Maya König, Henri Leukel, Betty Oguz, Lina Pieritz und Amelie Wolf.

 

Als besonderes Highlight und Abschluss des Buchprojektes gab es eine Lesung der besonderen Art. Am Freitag, den 28. Februar trafen sich alle, die an der Bucherstellung beteiligt waren, mit Geschwistern, Eltern und Großeltern in der Bücherei. Die geladenen Gäste erwarteten voller Spannung die Vorstellung des Weihnachtsbuches. Nach einer kurzen Begrüßung stellte die Büchereimitarbeiterin und Autorin das Weihnachtsbuch vor und ließ sich besonders viel Zeit bei der Betrachtung der einzelnen Illustrationen. Die Gäste wertschätzten alle Bilder, die vor der Lesung, während einer kleinen Ausstellung, betrachtet werden konnten und während der Lesung über einen Projektor an die Leinwand projiziert wurden.

 

Nach der Lesung gab es viel Applaus und Lob für das Gesamtwerk. Zur nächsten Weihnachtssaison kann das Buch in der Stadtbücherei ausgeliehen werden.

 


Qualitätsentwicklung im Hachenburger Kinderhaus

Das Kinderhaus ist wie alle Kindertagesstätten eine lernende Institution, eine Institution, die sich durch hohe Flexibilität und Dynamik auszeichnet, in der jeder denkend mithandelt, mitträgt und mitverantwortet. Eine kontinuierliche Überprüfung (Evaluierung) zur Sicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit ist laut Gesetz (§22 Abs.1 SGB VIII) und zur Stärkung des Teams erforderlich. In allen Bereichen ist die Qualitätsentwicklung und -weiterentwicklung gesetzlich festgeschrieben (§79.a SGB VIII).

Für die kontinuierliche interne Reflektion unserer pädagogischen Arbeit im Kinderhaus-Team haben die Stadt Hachenburg vertreten durch Herrn Stadtbürgermeister Stefan Leukel und Kollegen_innen  des Kinderhauses den Wunsch, ein eigenes Qualitätsmanagement zu etablieren. Hierzu unterstützt uns die Dipl. Pädagogin Frau Kornelia Becker- Oberender und Ihr Team des Institut für Bildung und Entwicklung aus Gieleroth. Sie entwickelten das Bildungs- und Qualitätsmanagement PRE-pBK. Dieses Konzept hilft uns unsere bestehende Qualität zu reflektieren, wo notwendig Neues zu erarbeiten und erreichtes kontinuierlich weiter zu entwickeln. Alle Beteiligten wissen, das Qualität kein statischer Zustand ist sondern ein sich stetig entwickelnder Prozess, der zum Wohle unserer Kinder und damit auch unserer Zukunft nicht zum Stillstand kommen darf.

Unser Dank gilt in erster Linie den Kinderhaus-Eltern. Ihre tatkräftige Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, die Qualität in unserem Kinderhaus professionell weiter zu entwickeln. 


Schloss Hachenburg – Geschichte, bauliche Entwicklung und Nutzung

Neuerscheinung und Buchvorstellung

Von welcher Seite man sich der Hachenburg auch nähert – die Silhouette der Stadt wird maßgeblich von dem breitgelagerten Baukörper des Schlosses geprägt. Das aus einer mittelalterlichen Burg hervorgegangene barocke Schloss, das für mehrere Jahrhunderte den Regenten der Grafschaft Sayn bzw. Sayn-Hachenburg als Residenz diente, beherbergt heute die Hochschule der Deutschen Bundesbank. Die wechselvolle Geschichte sowie die bauliche Entwicklung des Schlosses sind Thema des nun vorliegenden H. 7 der Schriften des Stadtarchivs Hachenburg. Das 64 Seiten umfassende, mit zahlreichen Farbaufnahmen und hier erstmals veröffentlichten Plänen versehene Heft wird im Rahmen einer Vortragsveranstaltung mit Bildpräsentation im Löwensaal des Vogtshof vorgestellt.

Folgen Sie dem Stadtarchivar auf einer spannenden Zeitreise vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Lernen Sie den Auftraggeber des barocken Prachtbaus, Georg Friedrich, Burggraf von Kirchberg, Graf zu Sayn und Wittgenstein, seinen Architekten, Julius Ludwig Rothweil, sowie die Bewohner des Schlosses kennen.


61. Bundesweiter Vorlesewettbewerb 2019/2020: Regionalentscheid des Westerwaldkreises wird von der Stadtbücherei Werner A. Güth in der Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg ausgerichtet

Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser des Westerwaldkreises? Beim Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels lesen die Siegerinnen und Sieger der Schulentscheide in Hachenburg um die Wette.

Der Regionalentscheid findet am Mittwoch, dem 26. Februar, um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung in der Gartenstr. 11 in Hachenburg statt. 18 Schulsieger sind eingeladen, sich an diesem Nachmittag mit einem selbst gewählten Text aus einer Lieblingslektüre und einem vom Veranstalter gewählten Fremdtext zu präsentieren. Interessierte sind herzlich eingeladen, als Zuhörer an der Veranstaltung teilzunehmen.

An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen. Mit circa 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb einer der ältesten und größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Auch in diesem Jahr unterstützen wieder vier Sparda-Regionalbanken die Aktion. Neuer bundesweiter Förderer ist seit 2019 die experimenta - Das Science Center in Heilbronn.

Die Etappen führen über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale am 24. Juni 2020 in Berlin. Die über 600 Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen organisiert.

Die Ausrichtung des Kreisentscheides für den Westerwaldkreis übernimmt die Stadtbücherei Werner A. Güth in Hachenburg. Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis. Der Sieger oder die Siegerin desWesterwaldkreises  darf zum nachfolgenden Bezirksentscheid nach Koblenz fahren.

 

Aktuelles zum 61. Vorlesewettbewerbs sowie alle Infos, Termine und Teilnehmerschulen sind auf der Internetseite www.vorlesewettbewerb.de zu finden.

 

Social Media
Facebook: www.facebook.com/vorlesewettbewerb.de
Instagram: https://www.instagram.com/vorlesewettbewerb/

 Information zum Regionalentscheid:

 

Entscheidung im Vorlesewettbewerb 2019/2020

Stadt/Landkreis: Westerwaldkreis

Termin: Mittwoch, 26. Februar 2020, 15 Uhr

Ort:  Großer Sitzungssaal Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg

Veranstalter: Stadtbücherei Werner A. Güth

Kontakt : 02662 939451, Frau Delya Gorges

 

 

Weitere Informationen:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Frankfurt, +49 (0)69 /1306-368,
E-Mail: info@vorlesewettbewerb.de.


Stadtbücherei Hachenburg Ausstellung von Karolina Steck verlängert

Besondere Blüten

Bleistiftzeichnungen von Karolina Steck

 

Wer es bislang noch nicht in die Stadtbücherei Werner A. Güth Hachenburg geschafft hat, sollte es jetzt noch unbedingt nachholen.

Die aktuelle Ausstellung mit Werken von Karolina Steck ist bis zum 05. März verlängert worden. Die Bilder sind während der Öffnungszeiten zu sehen.

Karolina Steck zeichnet bereits seit 1996.

Zunächst ein Jahr lang in einer Gruppe im Haus Felsenkeller (Altenkirchen), danach nahm sie für 5 Jahre mit zwei Frauen wöchentlich Privatunterricht. Zudem belegte sie verschiedene Malkurse: Technik in Acryl in der Landjugendakademie in Altenkirchen, zusätzliche Zeichenkurse und Kurse an der VHS; zuletzt besuchte Steck Kurse (Technik in Öl) bei J. Villalba, dem Meister seines Fachs im Fotorealismus.

(Doris Kohlhas)


Hachenburger Kinderhaus auf dem Weg zur plastikfreieren Welt.

Hachenburg. Die „Bewohner“ des Hachenburg Kinderhauses leben in und mit der Natur. Davon zeugen das großen Außengelände und zahlreiche Besuche in Wald und Feld. Hier lernen die Kinder Achtsamkeit und Vorsicht in der Natur.

Auch die Erwachsenen sollen auf die Umwelt achten. So hat sich das Team des Kinderhauses auf den Weg gemacht und Handlungsfelder unter die Lupe genommen. Einige Ergebnisse zur Vermeidung von Plastik sind bereits vorzuweisen. Die Lebensmittel für die Mittagsverpflegung werden weitestgehend ohne Verwendung von Plastikverpackung bei ortsansässigen Lieferanten bestellt. Eine Rückfrage beim Lieferanten der Reinigungsmittel – wie Bodenreiniger, Fensterreiniger und Waschmittel o.Ä. – ergab, dass die verwendeten ebenfalls weitgehend (mikro)plastikfrei seien und andere nunmehr ausgetauscht werden. Auch in der Spielewelt findet man reichlich Plastik. Dies wird der nächste Bereich sein, der in Angriff genommen wird.
Schritt für Schritt zu einer naturfreundlicheren Welt.


Mitmachen beim Kinder-Leseclub der Stadtbücherei Hachenburg – Märchen von Astrid Lindgren

Alle Grundschulkinder sind herzlich zum Kinder-Leseclub der Stadtbücherei Werner A. Güth eingeladen. Folgende Termine stehen für die Leseclub-Treffen fest:

4. Februar,  3. März, 7. April, 5. Mai, 2. Juni.

 

Zauberhaft und geheimnisvoll ist Astrid Lindgrens Märchenwelt. Petra und Peter, zwei Kinder so groß wie Puppen tauchen plötzlich in der Schule auf. Eine Elfe fliegt ins Kinderzimmer von Lena, und der Junge Göran erlebt Abenteuer im Land der Dämmerung. Der Erzählband enthält die schönsten Märchen der weltberühmten schwedischen Schriftstellerin, darunter die Geschichten von Nils Karlsson-Däumling, der Puppe Mirabell und dem Drachen mit den roten Augen.

 

Die Lesungen beginnen jeweils um 16.00 Uhr und dauern ca. eine Stunde. In netter Atmosphäre lesen die Büchereimitarbeiterin Ute Fährmann und die ehrenamtlichen Vorlesenden Luisa Moschkau und Julien Heidrich den Teilnehmenden des Leseclubs aus dem Buch „Astrid Lindgren – Märchen“ im Löwensaal des Vogtshofes vor.

Am Ende jeder Lesung malen die Kinder ein Bild zu der vorgelesenen Geschichte. Die „Kunstwerke“ werden im Anschluss in der Bücherei ausgestellt. Außerdem findet monatlich ein gemaltes Bild einen Platz auf dem Ankündigungsplakat für das nächste Clubtreffen und im Inform.

Für jede Teilnahme an einem Leseclubtreffen erhalten die Kinder einen Stempel im Clubausweis. Am Ende des Leseclubjahres erhält man entsprechend der Anzahl der Stempel eine kleine Überraschung.

Am 04. Februar wird die Geschichte „Kuckuck lustig“ von Astrid Lindgren vorgelesen.

Nähere Informationen unter Tel. 02662/939451, Stadtbücherei Hachenburg.


Martinsspende an Kinderschutzbund Hachenburg

 „Stille Helfer“ werden unterstützt von Schulen, Kindergärten und KulturZeit

Es ist längst zur Tradition geworden: Die Erlöse aus dem von Schulen, Kindergärten und der KulturZeit organisierten Hachenburger St. Martinsfest kommen jedes Jahr einer gemeinnützigen Organisation zugute. Diesmal konnten Kulturreferentin Beate Macht und Stadtbürgermeister Stefan Leukel einen Spendenscheck von knapp 820 Euro an Mechtild Brenner und Andrea Reddemann vom Kinderschutzbund Hachenburg übergeben.

Für die Leiterin der Hachenburger KulturZeit, Beate Macht, ist die Martins-Botschaft heute wichtiger denn je angesichts einer Gesellschaft, die immer stärker auseinanderzudriften drohe und von Egoismus Einzelner unter Druck gesetzt werde. Dies gelte insbesondere für Kinder und Familien. Der Kinderschutzbund leiste hier wichtige und vorbildliche Arbeit, begründeten Macht und Stadtbürgermeister Leukel die Entscheidung für die finanzielle Unterstützung. Gezielt habe man eine gemeinnützige Einrichtung mit zahlreichen „stillen Helfern“ gewählt, die grundsätzlich zu wenig von der allgemeinen Spendenbereitschaft profitiere.

Die Vorsitzende der Organisation, Mechtild Brenner, bedankte sich für die Zuwendung. Das Geld werde voraussichtlich einem Präventionsprojekt zugutekommen, mit dem der Kinderschutzbund sexualisierte Gewalt gegen Kinder bekämpft. Daneben sollen Fortbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kinderbüros finanziert werden. Die Kinderbüros sind Anlaufstellen in allen Grundschulen in der Verbandsgemeinde Hachenburg, an die sich Kinder in Problemsituationen direkt und vertrauensvoll wenden können.

In Zusammenarbeit mit Behörden, Kindergärten, Schulen sowie karitativen Einrichtungen und Verbänden deckt der Verein ein breites Spektrum von Hilfsangeboten ab. Seien es Hausaufgabenbetreuung, Spielgruppen, Kochkurse oder die Kinderbüros. Neben Fachkräften ist der Kinderschutzbund auch auf ehrenamtliche Mitmacher angewiesen. Interessierte können sich telefonisch melden unter 0 26 62 - 56 78 oder per Mail an kinderschutzbund-hachenburg@t-online.de.


Vorweihnachtliches Angebot für Kinder der Werner A. Güth Stadtbücherei Hachenburg.

Voller Vorfreude auf die Adventslesungen versammelten sich Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren am 13. Dezember in der Hachenburger Stadtbücherei.

 

Wie bereits in den letzten Jahren wurde von der Büchereimitarbeiterin Ute Fährmann eine Weihnachtsgeschichte im Vogtshof vorgelesen. Im Anschluss daran durften die Kinder zu der Geschichte Bilder malen.

 

In weihnachtlicher Atmosphäre lauschten insgesamt 28 Kinder der Geschichte „Die Suche nach dem Weihnachtsmann“ von Ute Fährmann. Voller Spannung erlebten die jungen BesucherInnen, wie Luki der Waldwichtel sich aufmacht, um den Weihnachtsmann zu suchen. Eine Eule, der Nordwind und ein weißer Hase haben dem Wichtel bei der Suche geholfen und so erlebten die Kinder, wie Luki schließlich nach einer aufregenden Reise den Weihnachtsmann findet.

Aber damit nicht genug. Am Ende darf er gemeinsam mit dem Weihnachtsmann auf einem großen Schlitten, der von Rentieren gezogen wird, wieder nach Hause fliegen.

 

Da die Weihnachtsgeschichte noch nicht illustriert ist, durften die jungen Zuhörer verschiedene Szenen aus der Geschichte malen.


Frauenhaus Westerwald sagt danke

Das Frauenhaus Westerwald sagt danke für die vielfältige Unterstützung bei der Renovierung und Neugestaltung der Küche im Frauenhaus.

Ohne Spenden wäre die notwendige und umfangreiche Renovierung und Neumöblierung nicht möglich. Jede Spende hilft.

Die Stadt Hachenburg beteiligte sich als Vermieter großzügig an den Renovierungskosten, die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs halfen tatkräftig beim Aufbau der neuen Küche.

Das Möbelhaus Neust in Wirges stellte eine neue Einbauküche zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Auch konnten einige anderen Möbelstücke, die im Haus dringend benötigt werden, dort günstig erworben werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, auch an alle anderen Spender und Spenderinnen im Namen des Vorstandes, der Mitarbeiterinnen, der Bewohnerinnen und Kinder des Frauenhauses Westerwald.

Wie in jedem Jahr bitten wir auch in diesem Jahr wieder in der Advents- und Weihnachtszeit unter dem Motto „Lichter gegen Gewalt“ um Spenden für unser wichtiges und erfolgreiches Projekt „Gegen die Angst - Nachsorge für Kinder bei häuslicher Gewalt“.


Wuhu, endlich! Mädelsflohmarkt in Hachenburg

Du hast zahlreiche Kleidungsstücke, Schuhe, oder Accessoires, die du nicht mehr trägst?
Bevor sie in einer Kiste verschwinden, schenke ihnen doch einfach ein neues Zuhause

Für einen mini Preis von 5 € bekommst du einen Tisch (ca.1,60 m lang) zugewiesen - hier darfst du dich mit all deinen Schätzen breit machen. Das Praktische: du bist nicht mit dem Aufbau deines Tischs beschäftigt: du kannst direkt mit der Platzierung deiner Kleidung, Schuhe, etc. beginnen

Die Gebühr bezahlst du am 14.12.2019. Einlass für alle Verkäufer ist um 15:30 Uhr - 1,5 h bevor's losgeht.

Natürlich gibt es Getränke, Snacks & Musik Es verspricht also ein schöner, gemütlicher Abend zu werden und wir sind glücklich über alle, die teilnehmen und kommen.

Du hast Interesse? Schreib' einfach eine E-Mail mit deinem Namen, deiner Anschrift und deinen Kontaktdaten an: k.henrich@hachenburg.de
Natürlich kannst du dich auch bei Fragen gerne an uns wenden.


Wir freuen uns auf dich!!!





Erwerb von Forstflächen in Hachenburg

Die Stadt Hachenburg hat zur Arrondierung des Stadtwalds Interesse am Erwerb privater Forstflächen in den Gemarkungen Altstadt und Hachenburg.

 

Eine vom Forstamt individuell erstellte Waldwerteinschätzung dient als Basis für den Kaufpreis.

 

Wenn Sie Eigentümer von Forstflächen in den genannten Gemarkungen sind und Interesse am Verkauf haben, können Sie sich gerne mit uns Verbindung setzen:

 

Kontakt:

Verbandsgemeinde Hachenburg, Gartenstraße 11, 57627 Hachenburg, E-Mail: k.steinmark@hachenburg-vg.de, Telefon: 02662/801-191

oder

Stadt Hachenburg, Perlengasse 2, 57627 Hachenburg, E-Mail: info@hachenburg.de, Telefon: 02662/958341


Hörgenuss mit bunten Boxen und Figuren für die Jüngsten jetzt neu in der Stadtbücherei Werner A. Güth

Nun gibt es sie auch in der Stadtbücherei in Hachenburg, die kleinen knuffigen Hörspielfiguren. Die sogenannten Tonies sind magnetische Hartgummi-Figuren, die auf einen digitalen Würfel, die Toniebox, gestellt werden. Die Box erkennt die Figur, lädt das passende Hörspiel per WLAN und schon kann der Hörgenuss beginnen. Sind die Informationen einmal auf der Box gespeichert, kann man sich überall, auch ohne WLAN, die Inhalte anhören.

 

Wie toll die neuen Tonies sind, davon konnten sich zuerst Kinder aus dem Hachenburger Kinderhaus zusammen mit Stadtbürgermeister Stefan Leukel in der Bücherei überzeugen. Tanja Wolf vom Büchereiteam entführte die Gruppe in die Welt der Tonies, die von den Kindern in einer Schatzkiste entdeckt und auch gleich ausprobiert werden konnten. Die Kinder waren begeistert und freuten sich, dass jedes Kind eine Figur zur Ausleihe für das Kinderhaus aussuchen durfte. Dazu wurde natürlich auch eine Toniebox zum Abspielen ausgeliehen. Alle jubelten, weil das Hörspielvergnügen nun im Kinderhaus weiter gehen kann.

 

Ab sofort steht das umfangreiche Tonie-Angebot allen Büchereinutzern zur Verfügung. Die Handhabung des modernen Audio-Systems ist einfach und intuitiv, so dass auch schon die Jüngsten es selbstständig bedienen können. Zerkratzte CDs gehören hierbei der Vergangenheit an. Die niedlichen Figuren stellen jeweils einen Kinderbuchhelden dar und machen die Hörgeschichten „anfassbar“. So können die Geschichten gleich nachgespielt oder sich mit den Figuren eigene Abenteuer ausgedacht werden. Dabei regen die Rollenspiele die Fantasie und Kreativität der Kinder an. Die über 140 Tonie-Figuren und die 5 Tonie-Boxen sind, wie auch die anderen Hörmedien in der Bücherei, für 2 Wochen ausleihbar.

 

Um das neue Medienangebot in so großem Umfang einführen zu können, hatte die Stadtbücherei einen Antrag auf Landesförderung gestellt, so Büchereileiterin Delya Gorges. 1.100 € Landesmittel wurden vom Landesbibliothekszentrum bewilligt, die zusätzlich zu Geldern aus dem Medienetat der Bücherei in das Projekt fließen konnten.


Ortstermin in der Steinebacher Straße im Ortsteil Altstadt

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung für Frühjahr 2020 geplant

 

Am Montag, den 11.11.2019 trafen sich in der Steinebacher Straße Vertreter von Kreisverwaltung Westerwaldkreis, Landesbetrieb Mobilität (LBM), Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg, Polizeiinspektion Hachenburg, sowie die Ortsvorsteherin Anne Nink und Stadtbürgermeister Stefan Leukel. Auch einige Anwohner waren zugegen, um Fragen und Bedenken in Bezug auf verkehrsberuhigende Maßnahmen vorzubringen.

Her Hippenstiel, Verkehrsdezernent der Kreisverwaltung, wies zu Beginn deutlich darauf hin, dass eine bereits mehrfach geforderte Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei. Zusammen mit Vertretern von LBM und Verbandsgemeinde wurde vereinbart, dass zunächst der gesamte Streckenabschnitt der Steinebacher Straße mit Parkmarkierungen versehen werden soll. Durch ein von der Stadt beauftragtes Planungsbüro soll zunächst ein Entwurf zu den angedachten Parkflächen angefertigt und den städtischen Gremien (Stadtrat/Ortsbeirat) vorgelegt werden. Die Umsetzung dieser Maßnahme soll, bedingt durch die bevorstehende Wintersaison, erst im Frühjahr 2020 erfolgen. Durch die entstehenden Parkbuchten und die daraus resultierende Einengung der Steinebacher Straße erhoffen sich die Anwesenden eine Geschwindigkeitsreduzierung der durchfahrenden Fahrzeuge. Nach einer gewissen Zeit soll bei einem erneuten Ortstermin über das Ergebnis und eventuelle weitere Schritte beraten werden.

Weiterhin wurde mit der Vertreterin der Polizeiinspektion Hachenburg über Geschwindigkeitsmessungen im Bereich der Steinebacher Straße gesprochen. In Abstimmung aller anwesenden Anwohner wurde vereinbart, dass zunächst ein Blitz-Anhänger aufgestellt wird. Die Geschwindigkeitsmessungen erfolgen sowohl aus Richtung Steinebach a.d.W., als auch aus Richtung Lindenstraße kommend. Nach Auswertung der Ergebnisse werden weitere Standorte für den Blitzanhänger und mobile Geschwindigkeitsmessungen seitens der Polizei Hachenburg in Erwägung gezogen.


Bibliothekspreis Lesesommer 2019 geht an die Stadtbücherei Werner A. Güth in Hachenburg

„Wir gratulieren ganz herzlich!“, so hieß es im Schreiben des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz an die Stadtbücherei Hachenburg. Freudig überrascht konnte das Team der Bücherei den Bibliothekspreis Lesesommer 2019 für die meisten erfolgreichen Teilnehmer*innen je Einwohner im Zuständigkeitsbereich entgegennehmen.

 

„Erreicht haben wir das nur, weil es in Hachenburg und Umgebung einfach so viele begeisterte junge Leser und Leserinnen gibt und uns bei der Aktion insgesamt 15 ehrenamtliche Lesesommerhelfer unterstützt haben“, gibt sich das Team um Büchereileiterin Delya Gorges bescheiden.

 

Letztendlich ist es das tolle Angebot, das so viele Kinder in die beliebte Hachenburger Institution lockt. Leseförderung wird groß geschrieben in der Stadtbücherei und das nicht nur während des seit 2010 jährlich durchgeführten Lesesommers Rheinland-Pfalz. So gibt es neben einem großen Bestand an Kinder- und Jugendliteratur auch ein vielfältiges Veranstaltungsangebot. Zu nennen ist hier vor allem der beliebte Lese-Club für Grundschüler mit monatlichen Vorlesenachmittagen. Aber auch durch verschiedenartige Kooperationen mit Kindertagesstätten und Schulen kommen viele Kinder in die Bücherei. Zusätzliche Medienangebote wie CDs und Spiele werden natürlich auch von Lesebegeisterten gern angenommen.

 

Stadtbürgermeister Stefan Leukel freute sich mit dem Büchereiteam über die Auszeichnung, die der Bücherei neben der Urkunde einen Bücherscheck im Wert von 200 Euro bescherte. Dieser wird natürlich dafür verwendet, den Kinder- und Jugendbuchbestand um einige tolle Buchexemplare zu erweitern.


Städtischer Bauhof mit neuem Traktor

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs konnten vor Kurzem einen neuen Traktor der Marke Kubota in Empfang nehmen, nachdem eine weitere Reparatur bei dem Anfang der 90er Jahre angeschafften Fendt unwirtschaftlich gewesen wäre. Bereits in den letzten drei Jahren hatte der alte Fendt einen größeren Reparaturaufwand verursacht, insbesondere der Einsatz im Winterdienst macht den Fahrzeugen zu schaffen.

Für die Durchführung des Winterdienstes war auch die Ersatzbeschaffung notwendig. Dazu wurde neben einem Räumschild auch ein Salzstreuer angeschafft. Daneben soll der neue Traktor zur Grünflächenpflege eingesetzt werden.

Die Anschaffung wurde kurzfristig möglich, nachdem der Stadtrat in seiner letzten Sitzung Stadtbürgermeister Stefan Leukel ermächtigt hatte, den Auftrag für die Ersatzbeschaffung nach erfolgter Ausschreibung an den wirtschaftlich günstigsten Bieter zu erteilen.

Damit wurden innerhalb eines Jahres neben dem nun angeschafften Traktor zwei Pritschenfahrzeuge und ein Radlader mit umfangreichem Zubehör angeschafft und damit innerhalb kürzester Zeit die Fahrzeugflotte des Bauhofs maßgeblich erneuert.


Vereine in Hachenburg werden auch 2019 finanziell unterstützt

Über 20 unterschiedliche Vereine und Organisationen, unter anderem aus den Bereichen Musik und Gesang, Brauchtumspflege, Bildung und viele Sportvereine, erhalten in diesen Tagen ganz besonders angenehme Post. Denn wie in den vergangenen Jahren wird auch in diesem Jahr die ehrenamtliche Arbeit der vielen Hachenburger Vereine mit insgesamt rund 8.500 EUR finanziell unterstützt.

 

Mit diesem Zuschuss bedankt sich die Stadt Hachenburg herzlich bei den Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen für ihre Arbeit. Mit dem umfangreichen Angebot tragen die Vereine und Organisationen zur Attraktivität Hachenburgs bei und leisten einen wertvollen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Stadt.

 

Ob für neue Sport- und Trainingsgeräte, neue Notenblätter oder als Honorar für die Übungsleiter - über die Verwendung der Mittel entscheiden die Vereine selbstständig und eigenverantwortlich.

 

Weitere Informationen über das Vereinsangebot in Hachenburg finden Sie auch auf der Homepage der Stadt unter www.hachenburg.de/leben-in-hachenburg/vereinsleben/.


Abschied von Pfarrer Benjamin Schiwietz

„us Pasdur“ Pfarrer Benjamin Schiwietz hat sein „kleines, gallisches Dorf“ verlassen.

Mit einem Gottesdienst in der St. Bartholomäuskirche mussten wir von unserem Seelsorger Abschied nehmen. Er geht nun ganz seiner Tätigkeit als stellvertretender Dekan des Evangelischen Dekanats Westerwald nach und wird darüber hinaus Vertretungsdienste leisten.

Er hat tiefe Spuren in den Herzen der Gemeindemitglieder hinterlassen und sich im Dorfleben engagiert. Bei Festen in Altstadt hat er die Kirche auf moderne Art präsentiert.

Welch hohes Ansehen sich Pfarrer Benjamin Schiwietz in den vergangenen 7,5 Jahren in der Gemeinde erarbeitet hatte, sah man an der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche.

Alles in Allem waren dies berührende, von großer Anerkennung und Dankbarkeit getragene Stunden, gefüllt mit Humor, Zuneigung, Enthusiasmus und mit Wehmut, aber auch mit Zuversicht auf ein Wiedersehen.

Das machte den Pfarrer, aber auch die Persönlichkeit Benjamin Schiwietz gerade in einer Phase zahlreicher Neustrukturierungen im Evangelischen Dekanat Westerwald zu einem wichtigen, authentischen Partner und Begleiter, dem wir jetzt, zum Abschied, für die Zukunft Freude, Erfüllung und Gottes Segen wünschen und dabei auf manche Gelegenheit zur Begegnung hoffen. In diesem Sinne: Herzlichen Dank – und: Auf Wiedersehen!

Seine Spuren werden immer sichtbar sein.
Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung.

Anne Nink, Ortsvorsteherin


Erfolgreiche Planungswerkstatt Burggarten – Viele Ideen und Informationen von Bürgerinnen und Bürger für das Planungsbüro BBP

Am Donnerstag, den 24.10.2019, nutzen rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger aller Altersstufen die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Vertretern der Stadt Hachenburg, der Verwaltung und des Planungsbüros BBP sowie des Sanierungsberatungsbüros MAP Consult, direkt vor Ort über die Entwicklung des Burggartens zu informieren und selbst Ideen für die zukünftige Gestaltung des "grünen Herzens" der historischen Innenstadt zu entwickeln.

Die Planungswerkstatt Burggarten, zu der Bürgermeister Leukel, das Planungsbüro BBP Stadtplanung Landschaftsplanung und das Sanierungsberatungsbüro MAP Consult alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hachenburg eingeladen hatten, begann nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Leukel, mit einem gemeinsamen Rundgang durch den Burggarten. Auf dem Weg vom Landschaftsmuseum, zur Kreuzung Richtung Innenstadt und weiter zum Minigolfplatz und zum Parkhotel Burggarten erläuterte Stadtplaner Reinhard Bachtler rund 30 Interessierten aller Altersgruppen, wo die Planer Defizite im Burggarten und entsprechenden Handlungsbedarf, aber auch Entwicklungschancen sehen. Das Planungsbüro BBP ist mit der Überplanung des historischen Burggartens und seiner Übergänge zu den angrenzenden Bereichen und zur Innenstadt beauftragt. Das Projekt basiert auf dem Integrierten Entwicklungskonzept für die Innenstadt, das BBP 2018 / 2019 ebenfalls unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erstellt hatte, welches als Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt vom Stadtrat beschlossen wurde. Im Anschluss an den Rundgang stellten Stadtplaner Bachtler und Landschaftsarchitekt Michael Müller, ebenfalls BBP, in der Stadthalle den Vorentwurf für die Entwicklung des Burggartens vor. Bachtler betonte dabei: "Der Burggarten hat eine unschätzbare hohe Qualität für die Stadt Hachenburg. Sein Charakter als Landschaftsgarten wird auf jeden Fall bewahrt und die Planung muss sich diesem besonderen Charakter unterordnen." Müller ergänzte hierzu: "Der prägende Baumbestand und die historische Wegeführung bilden dabei Fixpunkte, die nicht zur Diskussion stehen dürfen. Das Unterholz, das sich insbesondere am östlichen Eingangsbereich mit den Jahren verselbstständigt hat, sollte dagegen ausgelichtet werden, um den Charakter als Landschaftsgartens wieder erlebbar zu machen." Als Entwicklungsschwerpunkte sieht das Konzept der Planer eine naturnahe Spiel- und Bewegungszone im Bereich Ost mit Angeboten für alle Altersgruppen vor. Hierbei sollen Bezüge zum Landschaftsmuseum und zur Forstschule hergestellt werden, unter anderem durch einen Bereich für Natur- und Umweltpädagogik. Für den mittlere Parkbereich wird eine Entspannungszone vorgeschlagen, in der die beruhigende Ausstrahlung des Landschaftsparks besonders zur Geltung kommt. Die Fußwegeverbindung zwischen Hotel und Innenstadt soll mit Skulpturen belebt werden und zum Flanieren einladen. Der anschließende Übergang zur Innenstadt soll großzügig und repräsentativ gestaltet werden. Für eine sichere Querung der Kreuzung für Fußgänger und Radfahrer und eine Verbesserung des Verkehrsflusses wird derzeit ein möglicher Umbau der Kreuzung zum Kreisel geprüft.

Nach Vorstellung der Planungsansätze, lud Stadtplanerin Christine Bachtler (BBP) die Zuhörerinnen und Zuhörer dazu ein, nun selbst Ideen und Anregungen für die Gestaltung des Burgartens und seiner Anschlüsse zu entwickeln. Hierzu teilte sie das Plenum in verschiedene Arbeitsgruppen, mit den Schwerpunkten Burggarten West und Burggarten Ost auf. Zur Hälfte der Bearbeitungszeit konnten die Beteiligten die Arbeitsgruppen wechseln, um sich für jeden Bereich gleichermaßen einbringen zu können. Auf Grundlage der von BBP vorbereiteten Pläne und Fragebögen entstanden schnell lebhafte und konstruktive Diskussionen, aus denen viele kreative Anregungen hervorgingen. Diese wurden zum Abschluss der Planungswerkstatt vorgestellt. Die Ideen reichten von einem Spielplatz mit historischen, mechanischen Spielgeräte, die in Zusammenarbeit mit dem Museum entwickelt werden könnten, Barfußpfad, Boulebahn, Wasserelemente, Fitnesszirkel, über Nutz- und Kräutergarten bei denen Schule und Kita mit eingebunden werden könnten, bis hin zu einer Bühne für sommerliche Aufführungen der örtlichen Vereinen. Angeregt wurde ein Beschilderungskonzept, Sitz- und Liegemöbel (mobil und fest installiert), eine bessere Beleuchtung, Toilettenanlagen, Fahrradstellplätze und die Begradigung und Verbesserung des Festplatzes. Besonders wichtig war den Akteuren die Sicherung der Fußwegeanbindungen über die angrenzenden Straßen hinweg. Sehr unterschiedlich waren die Ideen zu den Flächen westlich des Minigolfplatzes. Sie reichten von der Umgestaltung des Spielplatzes für die Zielgruppe 8 – 14, einem Pumptrack, einem Basketballplatz, einer Skatebordanlage mit Sitzbereichen zum Zuschauen, über einen Wasserspielplatz mit Tretbecken und einer Boulebahn bis hin zu einem Hundespielplatz ohne Leinenpflicht und einem Parkplatz. Planerin Bachtler freute sich über die Vielfalt der Beiträge, die BBP gerne als Input für die nächsten Planungsstufen aufnimmt. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Stadtbürgermeister Stefan Leukel allen Mitwirkenden für ihre aktive Teilnahme und für die vielen Ideen und Anregungen die bei der Planungswerkstatt entwickelt wurden. Er kündigte an, die Bürgerschaft auch weiterhin über den Fortgang der Planung umfassend einzubinden und zu informieren.


Erster Abschnitt des Spielplatzes am Rothenberg feierlich eingeweiht

Am letzten Wochenende im Oktober konnte der erste Abschnitt des Spielgeländes am Rothenberg an die künftigen Nutzer übergeben werden. Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung, zu der trotz regnerischem Herbstwetter viele Kinder mit ihren Eltern aus den benachbarten Wohngebieten gekommen waren, wurde der Spielplatz feierlich mit Stadtbürgermeister Stefan Leukel eingeweiht. Nachdem zunächst die Kinder das Band durchgeschnitten hatten, wurden schnell die neuen Spielgeräte in Beschlag genommen und die Balancierbaumstämme von den Kindern künstlerisch bemalt. Mit guter Laune und Kreativität trotzen die Kinder dem Regen. Daneben standen für die Eltern und Kinder kleine Snacks und Getränke in den aufgestellten Pavillons bereit.

Zweiter Bauabschnitt wird angegangen

Im ersten Abschnitt wurden hauptsächlich Spielelemente für Kleinkinder hergestellt. Nun sollen die Arbeiten für den zweiten Abschnitt bald beginnen, nachdem der Stadtrat in seiner letzten Sitzung grünes Licht dafür gegeben hatte. Für diesen Abschnitt sind eine Kletterlöwenburg, eine Gehölzversteckinsel, ein Sandspielbereich mit Sandspielelement und Sandbagger sowie ein Karussell für größere Kinder vorgesehen. Die geschätzten Baukosten für den zweiten Abschnitt belaufen sich auf 89.000 EUR. Die Ideen für den Spielplatz am Rothenberg wurden zuvor bei einem Workshop mit den künftigen Nutzern erarbeitet und anschließend vom Planungsbüro RU-Plan geplant.


Private Modernisierungsmaßnahmen werden beim „Stadtumbau“ weiter gefördert

Die Stadt Hachenburg möchte auch zukünftig private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in der Stadtumbaumaßnahme „Stadtkern II“ finanziell fördern. Der Bau- und Stadtkernsanierungsausschuss hat über Richtlinien beraten und dem Stadtrat einstimmig die Annahme empfohlen. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, so Stadtbürgermeister Stefan Leukel, die Bedeutung und Funktion der Stadt Hachenburg als Standort für Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Tourismus sowie grundsätzlich als Mittelzentrum zu stärken und weiterzuentwickeln.

Stadtbürgermeister Stefan Leukel hält diese Ziele allerdings nur dann für erreichbar, wenn die im Sanierungsgebiet zahlreich vorhandene, überwiegend in Privateigentum befindliche Altbausubstanz – dort, wo erforderlich – sanierungsgerecht instandgesetzt und modernisiert wird. Die Rahmenbedingungen für eine finanzielle Förderung sind in einer vom Stadtrat noch zu beschließenden Richtlinie festgelegt.

Sanierungsberater Michael Jahn vom Büro MAP/Oppenheim erläuterte die Inhalte der geplanten Richtlinien. Private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der verfügbaren Sanierungsfördermittel künftig pauschal mit 25% der geschätzten, förderfähigen Gesamtkosten, maximal jedoch 30.000,00 EUR (bisher 25.000 EUR), zu bezuschussen. Darüber hinaus wird eine Ausnahmeregelung bezüglich der Festsetzung des Fördersatzes mit Förderobergrenze auf bis zu 35% der geschätzten, förderfähigen Gesamtkosten, jedoch unter Beibehaltung der Obergrenze von 30.000,00 EUR, für als Einzeldenkmal ausgewiesene Gebäude vorgeschlagen. Sinn und Zweck dieser Ausnahmeregelung soll sein, dass Vorhaben, die aufgrund ihrer besonderen städtebaulichen Bedeutung oder aufgrund ihres erheblichen Sanierungsumfangs herausragend sind, eine höhere Förderung gewährt werden kann. Die vom jeweiligen Privateigentümer vorgesehenen konkreten, individuellen Modernisierung- und Instandsetzungsmaßnahmen werden in einer Modernisierungsvereinbarung beschrieben. Michael Jahn teilte mit, dass im bisherigen Programm ca. 55 Projekte gefördert worden. Bei weiteren 10 Projekten konnten steuerlich wirksame Abschreibungsmöglichkeiten genutzt werden.

Stadtbürgermeister Stefan Leukel kündigte an, dass in den nächsten städtischen Haushalten jährlich ca. 100.000 EUR für solche Maßnahmen bereitgestellt werden sollen. Im vorgesehenen Förderzeitraum seien dann in den nächsten 15 Jahren ca. 40 Maßnahmen finanziell unterstützbar. Leukel dankte Michael Jahn von MAP und Katrin Lück von der Verbandsgemeindeverwaltung für die kompetente Unterstützung beim Stadtumbau, die auch zukünftig fortgeführt werden soll. Über den Inhalt der Richtlinien soll auch ein noch zu entwerfendes Faltblatt informieren.


Neugestaltung des Friedhofs am Steinweg wird angepackt

Stadtbürgermeister Stefan Leukel will dem Friedhof am Steinweg ein würdigeres Erscheinungsbild geben. Er hatte dazu erste Planentwürfe zur Neugestaltung des Friedhofs beauftragt, die von Garten- und Landschaftsplanerin Andrea Pithan vorgestellt wurden und die auf breite Zustimmung im zuständigen Bau- und Standkernsanierungsausschuss stießen.

Stefan Leukel wies zu Beginn daraufhin, dass im Haushalt 2019 bereits Finanzmittel für die Dachsanierung und einen Anstrich der Friedhofshalle enthalten sind. Nach ersten Besichtigungen sind am Dach jedoch umfangreichere Arbeiten notwendig. Zusätzlich ist noch eine Erneuerung der Bestuhlung geplant. Die Investitionen sollen nunmehr in 2020 erfolgen.

Planerin Andrea Pithan erläuterte, dass sich die Friedhofs- und Bestattungskultur in den letzten Jahren deutlich verändert habe. Es gebe weniger Sargbestattungen und vermehrt Urnenbestattungen. In der bestehenden Friedhofsanlage entstehen vermehrt Lücken und das Wegenetz sei zu überprüfen. Die Planerin hob die Bedeutung des parkähnlichen Friedhofs als Treffpunkt und Ruhezone hervor. Der vorhandene Baum- und Sträucherbestand habe auch eine wertvolle ökologische Bedeutung.

Als ersten Schritt schlägt Pithan eine Neugestaltung des Eingangsbereiches und des Vorplatzes an der Friedhofshalle und die Eingrünung der vorhandenen Urnenstelen vor. Der Vorplatz soll als ebene Fläche ausgestaltet werden. Der vorhandene Geräteraum unterhalb der Friedhofshalle soll an die Gehlerter Straße verlegt werden. Die zentrale Grünschnittsammelstelle könnte neugestaltet werden. Die dezentral eingerichteten Wasserzapfstellen und Abfallbehälter sollen ein einheitliches Erscheinungsbild erhalten.

Neu zu überlegen ist die Aufteilung der Grabfelder. In einem Grünflächenkonzept soll der jeweilige Pflegeaufwand Berücksichtigung finden. Hier könnten auch Blühflächen integriert werden. Insgesamt soll der Parkcharakter erhalten und ausgebaut werden. Die Planungen können in mehreren Bauabschnitten verwirklicht werden. In ihrer Präsentation zeigte sie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten auf, die sie auch beim Friedhof in Westerburg bereits umgesetzt hat.

In der anschließenden Diskussion wurden u.a. Sitzgelegenheiten auf dem Friedhof, Regelungen für die Gießkannenaufbewahrung und die Beleuchtung im zentralen Bereich angesprochen. Stadtbürgermeister Stefan Leukel will nun einen Zeitplan und eine Kostenschätzung erarbeiten lassen, die dann die weitere Beratungsgrundlage in den städtischen Gremien bilden.


Limitierte Anzahl von Biobaumwoll Gymbags signiert von Greeen

Was für ein Abend! Wow!

Mit dem Konzert von GReeeN, Trettmann und local support Caylem hat sich die Hachenburger KulturZeit mal wieder selbst übertroffen und 2000 Fans haben den Alten Mark gefeiert!

Der sympathische Deutsch-Rapper GReeeN hat dabei seinem Namen aller Ehre gemacht und nicht nur in Lieder wie "Perle im All" oder "Geldhai" für ein gesteigertes Umweltbewusstsein und gegen den Plastikwahn gesungen, sondern auch - wie angekündigt - eine limitierte Anzahl von Biobaumwoll Gymbags signiert.

Die gute Nachricht: Für hardcore Fans haben wir noch 7 der begehrten Unikate, für nur 15 Euro pro Beutel!

Wer Interesse an einem der handsignierten Gymbags hat, kann sich bei der Hachenburger Kulturzeit melden.


Foto: Matthias Ketz


Errichtung eines Pumptracks

Auf Einladung von Stadtbürgermeister Stefan Leukel stellte der zehnjährige Anton Orthey das Projekt „Pumptrack in Hachenburg“ vor.Bei einem Pumptrack handelt es sich um eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, die als Rundkurs angelegt wird. Durch gezielten Körpereinsatz wird auf der welligen Streckenführung Geschwindigkeit aufgebaut und die Installation von Steilwandkurven und Sprungelementen fördern den Fahrspaß. Bei einer entsprechenden Oberflächengestaltung können diese Anlagen auch mit Skateboards und Inline-Skates befahren werden. Insgesamt dient eine solche Anlage der Bewegungsförderung für Jung und Alt.In seiner Präsentation ging Anton Orthey auch auf bereits bestehende Anlagen in anderen Kommunen ein. Zahlreiche Bilder und Videos rundeten die Präsentation ab. 

Dass dieses Projekt auch bei den übrigen Kindern einen hohen Stellenwert einnimmt, zeigt die an Stadtbürgermeister Leukel überreichte Unterstützerliste mit rd. 800 Unterschriften.

Inzwischen hat auch die Landesschau Rheinland-Pfalz hat einen Beitrag zum Thema "'Nicht schwätzen, sondern machen!': Zehnjähriger setzt Mountainbike-Strecke in Hachenburg durch" erstellt. Hier können Sie den Beitrag sehen!


„Stille Helfer“ aus dem Haus Helena als „Bürger des Jahres“ ausgezeichnet

Im Rahmen des von Werner Schneider II (3.v.r.) moderierten Familientages auf der Hachenburger Kirmes verlieh Stadtbürgermeister Stefan Leukel traditionell die Auszeichnung „Bürger des Jahres“. Stellvertretend für den „Helferkreis“ des Caritas-Altenzentrums Haus Helena übergab Leukel die Ehrenurkunden an (v.l.n.r.) Monika Lutter, Helga Limbrunner, Maria Breuer, Anne Probst und Katharina Merzhäuser. Die ehrenamtlichen Helferinnen betreuen seit vielen Jahren jeden Montag im Haus Helena einen Gottesdienst und eine Begegnung mit Kaffee und Kuchen. Seit vielen Jahren engagieren sich auch Margarete Völkner, Julitta Isack, Erika Ninnemann, Margarete Wörsdorfer, Ursula Schneider, Margit Steinmetz und Helga Emde. Sie ermöglichen den Bewohnern des Caritas-Altenzentrums Haus Helena sowie Senioren aus Hachenburg und der Umgebung ein Zusammentreffen in gemütlicher Atmosphäre. Ergänzt wird der Helferkreis durch die Männer des Fahrdienstes: Friedel Baldus, Jo Benner und Bruno Müller.

Stadtbürgermeister Stefan Leukel lobte das große Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die auch bei sonstigen Veranstaltungen im Caritas-Altenzentrum Haus Helena immer wieder mitanpacken. Leukel machte deutlich, dass die Gesellschaft auf diese Mithilfe dringend angewiesen ist, um der Vereinsamung entgegenzuwirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Erstmals zeichnete Stadtbürgermeister Stefan Leukel auch einen jüngeren Mitbürger als „Junior des Jahres“ aus. Anton Orthey (Bildmitte) hat sich sehr stark für eine befestigte Mountainbike-Strecke, einen sogenannten Pumptrack eingesetzt. Er hat in kürzester Zeit mehr als 800 Unterschriften dafür gesammelt.

 

 

 


50 Jahre Eingemeindung

Im Jahr 1969 hat es viele bedeutende Ereignisse gegeben: Willy Brandt hat Kurt Georg Kiesinger als Bundeskanzler abgelöst, Gerd Müller war Bundesligatorschützenkönig, und Adamo sang „Es ging eine Träne auf Reisen“. Und ebenfalls vor 50 Jahren musste Altstadt ihre Selbständigkeit aufgegeben und ist in die Stadt Hachenburg eingemeindet worden.
Mit Wirkung vom 7. Juni verlieren 325 rheinland-pfälzische Gemeinden im Zuge einer Verwaltungsreform ihre Selbständigkeit. Zugleich werden die bisher 39 Landkreise auf 28 reduziert.
Lange nachdem Altstadt schon ein eigenes Gemeinwesen bildete, erfolgte erst 1656 unter der Regentschaft von Graf Salentin die kirchliche Trennung Hachenburgs von der Altstädter Mutterkirche. Viele Prozessakten überliefern uns häufige Grenzstreitigkeiten zwischen der neuen und der alten Stadt. Diese fanden erst nach der exakten Festlegung der Gemeindegrenzen im ausgehenden 18.Jahrhundert ein Ende. Ihre letzte Ruhe fanden Hachenburger und Altstädter bis zum Anfang des 19.Jahrhunderts auf dem hiesigen Kirchhof. Nach dem Zerfall und dem Abbau der Stadtmauer dehnte sich die Stadt immer mehr in Richtung Altstadt aus. Als Mittelpunkt des verhältnismäßig großen Kirchspiels und auch als wirtschaftlich gesunde Zivilgemeinde konnte Altstadt bis 1969 seine Eigenständigkeit erhalten. Aber auch nach dem Verlust der kommunalen Eigenständigkeit bewahrten die Altstädter ihre Eigenheiten.
Die Altstädter verteidigten ihre Eigenständigkeiten aber auch im kirchlichen Bereich bis in die jüngste Vergangenheit, wie zwei Beispiele deutlich machen:

So war bei der alljährlichen Fronleichnamsprozession den Altstädtern nicht der Ehrgeiz zu nehmen, den größten und schönsten Altar mit enormem Einsatz auf dem Neumarkt zu errichten. Demgegenüber ließ sich der katholische Ehrgeiz von Hachenburg diesbezüglich als recht kümmerlich bezeichnen. Beim Sonntagsgottesdienst war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass der mittlere Bogen der Seitenempore, der den optimalen Ausblick bot, den jungen Männern aus Altstadt vorbehalten war. Selbst dem frömmsten Hachenburger Jüngling wurde nicht erlaubt, hier dem Gottesdienst beizuwohnen. Vieles unserer gemeinsamen Geschichte ließe sich noch erzählen, aber alles hat ein Ende – so auch die kommunale Selbständigkeit unserer Gemeinde. Auch ein überzeugendes Votum für die Eigenständigkeit konnte die Eingemeindung nicht verhindern. Ein Verwaltungsakt machte 1969 die Altstädter nach 600 Jahren wieder, wenn auch mit Wehmut, zu Hachenburgern.
Jetzt hatten manche Städtische Probleme mit der „Wiedervereinigung“. Eltern, deren Kinder wegen der räumlichen Nähe die Altstädter Grundschule besuchen sollten, lehnten dieses Angebot entrüstet ab. Stadtkinder in die Dorfschule, das war nicht vorstellbar. Doch die Zeit heilt alle Wunden. Heute ist man schon in unserem Städtchen davon überzeugt, und manche Mutige sagen es auch laut: „Die besten Hachenburger sein de Aalstärrer“.
Auch wenn die Geschichte von Altstadt und Hachenburg eng miteinander verbunden ist, so haben sich bis heute feine Unterschiede erhalten. So ist die Tatsache, dass die Stadt ihre Wurzeln im heutigen Ortsteil hat, Ursache für die vielen Besonderheiten zwischen Hachenburgern und Altstädtern.  Alteingesessene Altstädter gingen oder gehen nicht, wie im Umland, nach Hachenburg oder no (nach) Stadt. Altstädter gehen immer noch en (in) de (die) Stadt.
Dies zeigt jedoch auch, dass es noch lebens- und liebenswert ist und sich wohltuend von der um sich greifenden Anonymität abhebt, in Altstadt und Hachenburg daheim zu sein. Wir wünschen uns weiterhin ein gutes Miteinander, so wie es in jeder harmonischen Verwandtschaft praktiziert wird: Kleine Bosheiten und Freundlichkeiten müssen stets gleichmäßig verteilt sein.
„Einblicke in die ALTSTÄDTER GESCHICHTE überliefert und erlebt“, hervorragend und mühevoll zusammengestellt von Franz-Paul Jäger 1999 vor genau 20 Jahren zu unserm 800jährigen Jubiläum. Dieser Chronik durfte ich meine Beiträge entnehmen. Leider sind heute keine Exemplare mehr vorhanden, doch aufgrund von vielen Nachfragen ist eine Neuauflage geplant.
Mein Vorgänger Wilfried Breuer, Ortsvorsteher in Altstadt von 1994 – 2009, weist in dieser Chronik darauf hin, dass wir Altstädter schon immer ein besonderer Menschenschlag waren und unser Ortsteil für seine Bewohner die Bedeutung von Heimat widerspiegelt.
Auch der damalige Stadtbürgermeister/MdL und heutiger Landtagspräsident Hendrik Hering bezeichnet Altstadt als das „liebenswerte Dorf in unserer Stadt“ und gibt zu: Ohne die Altstadt wäre Hachenburg weniger liebenswürdig und den Hachenburgern würde etwas fehlen. Weiterhin gibt er an, dass der Charme der Stadt Hachenburg unter anderem darin liegt, dass sich mit der Altstadt innerhalb der Stadt ein typisches Westerwälder Dorf mit all seinen Liebenswürdigkeiten erhalten hat. Trotz des Zusammenschlusses mit der Stadt hat sich in der Altstadt ein eigenes Vereinsleben und eine funktionierende Dorfgemeinschaft erhalten. Bei den Altstädtern existiert eine menschliche Natürlichkeit und Herzlichkeit, die man sonst nur in wenigen Gemeinden im Westerwald noch findet.
Wir sind besonders stolz auf unsere zahlreichen aktiven örtlichen Vereine, die kulturelle Träger unserer Dorfgemeinschaft sind. Auch das Engagement unserer Grundschule ist vorbildlich und in besonderer Weise mehr als lobenswert.
Zahlreiche Firmen der verschiedensten Branchen haben sich in Altstadt angesiedelt. Einige mittelständische Betriebe haben sich zu weltweit agierenden Unternehmen entwickelt. Das Gewerbegebiet B413/ Gemarkung Altstadt wird aktuell vermarktet und es haben sich bereits  neue Unternehmen an dieser Stelle niedergelassen.

Am 28.Mai 1969 wurde der Auseinandersetzungsvertrag zwischen der Stadt Hachenburg von dem damaligen Bürgermeister Wilfried Seide und der Gemeinde Altstadt Bürgermeister Paul Jäger unterzeichnet. Somit war gewährleistet, dass der Ortsteil Altstadt auch weiterhin seine Eigenständigkeit beibehalten durfte.

Satzung der Stadt Hachenburg:

§ 2 Ortsbezirke

(1) Für den Stadtteil Altstadt wird ein Ortsbezirk gebildet.

(2) Die Zahl der Mitglieder des Ortsbeirates Altstadt beträgt 7.

(3) Aufgaben des Ortsbeirates Altstadt.

     a) Der Ortsbeirat Altstadt hat die Belange des Ortsbezirkes Altstadt zu wahren und die    

         Gemeindeorgane durch Beratung, Anregung und Mitgestaltung zu unterstützen.

     b) Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen Fragen, die den Ortsbezirk berühren, vor der

         Beschlussfassung durch den Stadtrat zu hören (Beratung des Haushaltsplanes sowie

         bei der Aufstellung von Bebauungsplänen, die den Stadtteil Altstadt betreffen).

 

Unsere Altstadt ist in den letzten Jahren deutlich aufgewertet worden. Die Grundschule wurde restauriert und ist heute sicher eines unserer schönsten Gebäude. Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt und der Beseitigung sowie der Renovierung zahlreicher, maroden Gebäude haben wir eine historische Chance genutzt.
Aufgrund der positiven Entwicklung ist auch die Anzahl der Einwohner im Ortsteil Altstadt, entgegen dem demographischen Trend, stark angestiegen.
Sicher werden wir zu gegebener Zeit, bei den noch anstehenden Festen in Altstadt, auch auf das besondere Jubiläum der Eingemeindung zur Stadt Hachenburg hinweisen.

Anne Nink, Ortsvorsteherin

 


Sportstätten, Lichterfeste und Vereinsförderung – ein kurzer Rückblick auf die achtjährige Amtszeit des Bürgermeisters Wilfried Seide

Ende August 1973 wurde in einem Festakt auf Schloss Hachenburg nach achtjähriger Dienstzeit Bürgermeister Wilfried Seide verabschiedet. In der 2011 von Stefan Grathoff vorgelegten Stadtgeschichte von Hachenburg finden sich an zahlreichen Stellen Hinweise auf das Wirken des Hachenburger Stadtoberhaupts. Artikel in der Westerwälder Zeitung dokumentieren eindrucksvoll das Engagement Wilfried Seides, das offenbar von so mancher kontroversen Diskussion innerhalb des Stadtrats begleitet wurde.

Vor kurzem konnte Stadtbürgermeister Stefan Leukel die Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Wilfried Seide, Waltraud Seide und ihren Sohn Peter, der noch in Hachenburg zur Schule ging, im Rathaus begrüßen.

Diesen Besuch nahm Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff zum Anlass, die Spuren in der Stadt, die sich mit dem Namen Seides in Verbindung bringen lassen, noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Vor dem Hintergrund städtebaulicher Planungen der Nachkriegszeit sei hier u.a. auf die Erschließung der Baugebiete Rothenberg, Taubhaus und Gerberweg sowie auf Diskussionen bezüglich der Stadtkernsanierung verwiesen.

Oberhalb der Stadt entstand zwischen 1970 und 1972 der Hochbehälter „Helenenruhe“ und 1972 wurden drei Tiefbrunnen in der „Lutherschneide“ erschlossen. Am 17. April 1972 erfolgte in Anwesenheit des Bürgermeisters Seide die Grundsteinlegung zur Hauptschule, die am 9. August 1973 ihre Pforten öffnete. Zu den kostenintensiven Projekten, die zu Beginn der 1970er Jahre realisiert wurden, gehört ferner der Bau der Rundsporthalle, die Anfang November 1972 nach einjähriger Bauzeit vollendet wurde. Ein Jahr zuvor, am 22. Oktober 1971, übergab Wilfried Seide die neu errichtete Kleinschwimmhalle ihrer Bestimmung und eineinhalb Jahrzehnte später sollte dort Mitte der 1980er Jahre ein modernes Freizeitbad (Löwenbad) entstehen. Gelegentlich griff Wilfried Seide offenbar auch auf Konzepte aus seiner Zeit als Kurdirektor von Bad Nendorf zurück. So z.B. bei der Einführung der „Lichterfeste“, die Anfang der 1970er Jahre im Burggarten stattfanden. Abschließend sei noch an die Anlage des Sportplatzes sowie des Sportheims an der Alpenroder Straße (Einweihung am 30. August 1970) sowie die drei Jahre zuvor erfolgte Übergabe der neuen Tennisplätze im Burggarten erinnert. Im Kontext der Umgestaltung des Burggartens für die bevorstehende 650-Jahrfeier der Stadt Hachenburg mussten 1963 die bereits 1899 entstandenen öffentlichen Tennisplätze im Burggarten weichen. 1966 begannen die Bauarbeiten zu neuen Sportanlagen auf dem Platz des heutigen „unteren Parkdecks“ oberhalb der Minigolfanlage und am 1. Mai 1967 übergab Bürgermeister Wilfried Seide die drei neuen Spielstätten des traditionsreichen Tennisvereins Hachenburg der Öffentlichkeit.


Auftaktveranstaltung zu Hachenburg plastikfrei am 28. März, um 19:00 Uhr im Vogtshof

Die Löwenstadt soll plastikfreier werden - das hat sich eine neu gegründete Initiative auf die Fahne geschrieben. Um dieses ehrgeizige Unterfangen umzusetzen, werden möglichst viele Mitstreiter gesucht.

Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 28. März, um 19 Uhr im Vogtshof Hachenburg stehen nach einem informativen Kurzfilm über das globale Plastikproblem vor allem lokale Lösungsvorschläge im Vordergrund. In Tischgruppen sollen Interessierten gemeinsam Ideen sammeln, die sicherstellen, dass die Löwenstadt auch noch für kommende Generationen attraktiv und lebenswert ist, erklären die Initiatoren, die sich auf angeregte Gespräche mit möglichste vielen interessierten Privatpersonen und Unternehmern freuen. Auf die eigens eingerichtete E-Mailadresse plastikfrei@hachenburg.de sind bereits zahlreiche Mails eingegangen, die ausnahmslos positiv auf die neue Initiative reagieren, den Initiatoren Mithilfe zusichern und ihrerseits Tipps für eine plastikfreiere Welt teilen. Es scheint, die Löwenstadt ist bereit für den Wandel.

So auch die Initiative, die ihr brandneues Logo vorstellt, gestaltet von Barbara Hörter-Todt von der Werbeagentur einblick aus Hachenburg. Wichtige Kriterien für den Gestaltungsprozess waren zum einem ein frisches, modernes Logo, das man gern auf Taschen oder Shirts und in der Zukunft auch auf stylischen umweltfreundlichen Wasserflaschen, Brotdosen und ähnlichem präsentiert. Zum anderen sollte die Negativbesetzung des Wortes Plastik und dessen Assoziationen berücksichtigt und deshalb zurückhaltend umgesetzt werden. Hörter-Todt löste das Problem elegant mit einem durchsichtigen Schriftzug, der das Wort erahnen lässt, aber das Logo nicht dominiert. Die freche Hachenburg-Abkürzung HBG ist dem einen oder anderen sicher noch vom Modehit des vergangenen Sommers bekannt, wo Wäller ihren Lokalpatriotismus mit WSTRWLD-Shirts zum Ausdruck brachten. Auch hier im Plastikfrei-Logo soll die Ortsmarke an den Gemeinschaftssinn der Hachenburger für eine plastikfreiere Zukunft appellieren.

Anmeldungen für die kostenfreie Veranstaltung unter plastikfrei@hachenburg.de sind nicht erforderlich, aber gern gesehen, um die Logistik für die Initiatoren zu erleichtern. Gerne werden auch Ideen, Tipps und Anmerkungen unter der E-Mail-Adresse entgegengenommen.


Umfrage zur Familienfreundlichkeit der Stadt Hachenburg

Familie soll auch in Hachenburg weiterhin Zukunft haben!

Damit wir dieses Ziel erreichen, wollen wir versuchen, Ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Dazu benötigen wir Ihre Mitthilfe und bitten Sie, an unserer Umfrage zur Familienfreundlichkeit der Stadt Hachenburg teilzunehmen. Nur so können wir erkennen, wo wir noch besser werden müssen. Bitte helfen Sie uns, dass uns dies gelingt! Gestalten Sie Hachenburgs Familienfreundlichkeit mit.

Und so geht´s:


Hier können Sie den Fragebogen direkt öffnen und an der Umfrage teilnehmen.


Sie können auch gerne den abgedruckten Fragebogen ausfüllen und bei der Stadtverwaltung Hachenburg, Perlengasse 2 abgeben.

Weitere erhalten Sie in Papierform bei der Stadtverwaltung oder per E-Mail an info@hachenburg.de

Herzliche Grüße

Barcamp-Arbeitsgruppe "Familienfreundliche Stadt Hachenburg"

 

Leitet Herunterladen der Datei einFragebogen als pdf zum Ausdrucken

 


Plastikfreies Hachenburg – ein Traum?

Nicht, wenn es nach einer neugegründeten Initiative geht, die dem übermäßigen Plastik entgegentreten will und dabei auf möglichst viele Mitstreiter hofft. Plastik ist aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Das vielseitige Material zieht sich durch alle Bereiche unseres Lebens: Seien es Einweggetränkeflaschen, Strohhalme oder in Plastik eingeschweißte Gurken. Praktisch ist es und so schön vielfältig einsetzbar – aber auf welche Kosten geht die Plastikinvasion? Denn Plastikstrohhalm, -flasche und Co. brauchen sage und schreibe rund 450 Jahre, um zu verrotten. Zum Vergleich: Das sind 18 Generationen, die sich noch mit unserem Plastikmüll auseinandersetzen müssen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, haben sich in Hachenburg Journalistin Sandra Fischer, Beate Macht (Hachenburger KulturZeit), Unternehmensberaterin Dr. Dorothee Alley und Stadtbürgermeister Stefan Leukel zusammengetan, um auf die Plastikbremse zu treten. Dabei steht Bewusstsein schaffen an erster Stelle auf ihrer Agenda, gefolgt von Alternativen vorstellen und einer abgestuften Zertifizierung. Wie das im Genauen aussehen kann, soll mit der interessierten Öffentlichkeit am Donnerstag, 28. März, um 19 Uhr im Vogtshof diskutiert werden. Nach einem Film über die Auswirkungen von Plastik wünschen sich die Initiatoren einen lebhaften Austausch in Kleingruppen. Außerdem wurde die E-Mail-Adresse plastikfrei@hachenburg.de eingerichtet für all diejenigen, die sich gerne der Initiative gegen Plastik anschließen möchten, Anregungen oder Ideen haben oder einfach nur über weitere Veranstaltungen informiert werden möchten.

Gemeinsam hoffen die Initiatoren, den Plastikverbrauch in der Löwenstadt langfristig zu reduzieren – gerade auch mit Blick auf die Müllberge, die nach Katharinen- oder Weihnachtsmarkt den Weg zur Halde antreten. Dass sich das Konsumverhalten nicht von heute auf morgen ändert und auch immer im Rahmen der individuellen Möglichkeiten liegen muss, ist den vier Urhebern dabei bewusst, aber sie wissen auch, dass ein solches Unterfangen nur gemeinsam zu stemmen ist und appellieren deshalb an möglichst viele Bürger, der Einladung zu folgen.


Hachenburger Kinderhaus erhält Qualitätssiegel

In zahlreichen Kindertagesstätten ist Bewegung schon zum grundlegenden Prinzip der Entwicklungsförderung geworden. Mit dem landesweiten Qualitätssiegel zeichnet der Verein Bewegungskindertagesstätte Rheinland-Pfalz e.V. Kindertageseinrichtungen aus, die der ganzheitlichen Förderung durch Bewegung und Spiel eine hohe Bedeutung beimessen. Das pädagogische Konzept einer Bewegungskita beinhaltet, dass die körperlich-motorische, geistige, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder besonders durch vielfältige Angebote in Bewegung und Spiel nachhaltig unterstützt wird.

 

Der Kindertagesstätte „Hachenburger Kinderhaus“ wurde nun das landesweit anerkannte Qualitätssiegel „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ verliehen. Stadtbürgermeister Stefan Leukel, die Leitung des Kinderhauses Claudius Börgerding sowie die beiden Psychomotorikfachkräfte Larissa Gartfelder und Sabrina Wolf, freuten sich, dass sie nach erfolgreicher Erfüllung aller Qualitätskriterien das begehrte Qualitätssiegel aus den Händen von Anneli Fix (Turnverband Mittelrhein) entgegennehmen durften. Fix würdigte in ihrer Laudatio die Leistungen des Kita-Teams, das auf seinem Weg zur Bewegungskita nicht nur besondere Qualifikationen im Bereich „Entwicklungsförderung durch Bewegung“ bei Fortbildungen erworben hat, sondern dem es gelungen ist, im pädagogischen Konzept und Alltag, viel freie Bewegungs- und Spielzeit für die Kinder, täglich angeleitete Bewegungseinheiten sowie wöchentliche Bewegungsstunden zu verankern. Zudem verfügt das Hachenburger Kinderhaus über eine kindgerechte und bewegungsfreundliche Ausstattung der Innen- und Außenbereiche, engagiert sich in der Netzwerkarbeit mit sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen und hat Vorbild- und Multiplikatorenfunktion für andere Einrichtungen.

„Bewegungskitas sehen Bewegung und die Bewegungsfreude der Kinder als Grundlage für Bildung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung. Bewegung und Spiel als verbindende Elemente leisten aber auch einen wertvollen Beitrag zur Integration von Kindern in Kitas sowie in unsere Gesellschaft und tragen damit zur Chancengleichheit von Kindern bei. Die ‚Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz‘ stellen ebenfalls die besondere Bedeutung der Bewegung heraus. Die Auszeichnung soll das besondere Konzept und das Engagement bei der Umsetzung sichtbar würdigen und so andere Einrichtungen motivieren, diesen Vorbildern nachzueifern“, so die Ministerin für Bildung, Dr. Stefanie Hubig.

Als Bewegungskita zeigt das Hachenburger Kinderhaus nun auch nach außen, dass es einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und gegen Bewegungsmangel leistet sowie Bildungsinhalte bewegt gestaltet.