III. Kirchen und Denkmäler
Alle weltlichen Geschäfte waren stets zum Besten bestellt, doch bis in das 18. Jahrhundert gab es ein kirchliches Problem: Hachenburg besaß keine eigene Pfarrkirche und sah sich in kirchlichen Angelegenheiten über 500 Jahre gezwungen, in die Bartholomäuskirche im benachbarten Dorf „Altstadt“ auszuweichen. Diese Kirche wurde bereits 1131 als romanische Pfeilerbasilika erwähnt.
Auch der Bau der Katharinenkapelle im 14. Jahrhundert auf dem Platz der heutigen evangelischen Schlosskirche konnte die kirchlichen Machtverhältnisse nicht verändern. Es half auch nicht, dass im 15. Jahrhundert der angesehene Glockengießer Tilmann, dessen kunstvolle Glocken noch im ganzen Land erklingen, ein Kind der Stadt war.
Erst die Errichtung der katholischen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt im Jahr 1734, die auf den Mauern einer Franziskaner-Ordenskirche steht, brach den Bann.
Verlassen wir nun den kulturträchtigen Platz und folgen der idyllischen Friedrichstraße (Owergass) bis zum Higham-Ferrers-Platz, dessen Namen auf die gleichnamige englische Partnerstadt verweist. Rechts und links des Platzes erinnern Denkmäler an die Deutschen Kaiser Friedrich III und Wilhelm I.